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Metzgerstraße: Zwei junge Frauen flüchten im Kugelhagel

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
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Hier wurden am Montagabend mehrere Schüsse auf eine Gruppe junger Männer in der Metzgerstraße abgegeben. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Es müssen dramatische Szenen gewesen sein, die sich am Montagabend kurz nach 23 Uhr in der Metzgerstraße, nicht weit von der Jülicher Straße entfernt, abgespielt haben. „Wir standen auf dem Bürgersteig und wollten eine rauchen, als ein älterer schwarzer Mercedes kam und viele Schüsse fielen“, berichtet die Bewohnerin eines angrenzenden Hauses. „Wir haben zuerst gedacht, dass es sich um ein Feuerwerk handelt.“

Dann habe sie mit ihrer 27-jährigen Freundin, die in einem gegenüberliegenden Haus wohnt, aber realisiert, dass es sich um blutigen Ernst handelte, zumal der Wagen gewendet habe und zurückkam, die Schießerei sei weitergegangen.

Daraufhin sei sie quasi um ihr Leben gelaufen – in Richtung Jülicher Straße. Auf der gegenüberliegenden Seite habe sie ein Mann gerettet, der die Szene beobachtet hatte. Er habe die Haustüre geöffnet und sie hineingezogen, berichtet die 22-Jährige. Ihre Freundin habe sich hinter einem geparkten roten Wagen versteckt, die jungen Männer, die ebenfalls auf dem Trottoir standen und denen offenbar die Schüsse galten, seien ebenfalls geflüchtet, die meisten in Richtung Haaren. „Panik war angesagt. Die dachten, wir gehören zu denen. Sonst sieht man das nur im Film, bei uns war es echt.“ In dem Mercedes hätten fünf türkisch aussehende Männer gesessen: „Zwei vorne, drei hinten.“

Der Schreck sitzt den beiden jungen Müttern auch noch am Morgen danach noch in den Gliedern: „Hier fühlt man sich nicht mehr sicher. Wir haben Angst um unsere Kinder und wollen umziehen.“ Schon öfter habe es in der Straße Auseinandersetzungen gegeben, Messer und Stöcke seien im Spiel: „Wenn man sich das vorstellt, die waren hinter uns her.“

Oberstaatsanwalt Peter Jansen wollte am Dienstag zu Einzelheiten keine Stellung nehmen. Dramatisch muss sich aber auch die intensive Fahndung nach den Schützen gestaltet haben, von denen nach drei kurz nach Mitternacht von SEK-Beamten gefasst werden konnten. Sie sollen heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Behörden hängen den Fall hoch auf: So hat die Polizei eine Mordkommission mit 15 bis 20 Beamten gebildet. Schließlich verfügten die Angreifer über „gewisse Verbindungen zu einer Rockergruppierung und dem Türsteherbereich“. Und auch die Überfallenen, die arabischstämmig seien, seien keine unbescholtenen Blätter: „Es gibt Erkenntnisse der Polizei zu den Opfern.“ Polizeidirektor Helmut Lennartz: „Es wird mit Hochdruck ermittelt.“

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