Messerstiche gegen Kaufhaus-Detektiv

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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03. Juni 2013 Messerstecherei vor der Schule im am Sandkaulbach

Aachen. Ein 23-jähriger Parfüm-Dieb machte am Montagmorgen in einem Markenkaufhaus an der Komphausbadstraße die Biege. Er schaffte es über die belebte Kreuzung an der Hotmannspief, dann aber war Schluss im Sandkaulbach. Vor der Handwerkskammer endete kurz nach zehn Uhr die Verfolgungsjagd, dies allerdings auf dramatische Art und Weise.

Denn der aus dem belgischen Bütgenbach stammende mutmaßliche Dieb hatte dem Spurt des ihn aus dem Kaufhaus heraus verfolgenden Ladendetektivs (25) nichts mehr entgegen zu setzen und wurde von dem Mann gestellt. Das Ende war blutig, wie auch die ausgedehnten Spuren auf dem Straßen-Asphalt zeigten. Um dem Zugriff durch den Detektiv zu entgehen, schilderte Polizeisprecher Paul Kemen das Ende der Verfolgung, habe der schon überwältigte Flüchtende ein Messer gezückt und den Detektiv angestochen.

Blutende Wunde am Arm

Die brutale Aktion schien zunächst Erfolg zu haben, der Angestochene trug eine stark blutende Wunde am Arm davon und ließ von ihm ab. Doch er hatte nicht mit den Passanten gerechnet, die sich nicht abschrecken ließen und dem angestochenen Detektiv zu Hilfe kamen. Sie überwältigten gemeinsam den 23-Jährigen, dazu stoppten sie sogar noch vor dem Eintreffen der Polizei die Blutung des schnellen Hausdetektivs.

Der hatte vorher im Kaufhaus bemerkt, wie der Mann, der es auf teure Düfte abgesehen hatte, dort im Verkaufsbereich einen Vorrat sammelte. Dann haute er damit ab, die Beute konnte hinterher sichergestellt werden.

Notarzt und Rettungswagen waren vor Ort und versorgten den Verwundeten. Als die Wagen wieder fortgefahren waren, übernahm die Spurensicherung den Bereich. Die komplette Straßenfront vor der Handwerkskammer bis zum Gebäude der gewerblichen Schule wurde mit Flatterband abgesperrt, dann begannen die Beamten der Spurensicherung in ihren weißen Schutzanzügen mit der Arbeit.

Zahlreiche Schüler standen an der Straße und wurden von den Polizisten in Richtung Neupforte weggeschickt. Der aufmerksame Kaufhausdetektiv hatte Glück, Lebensgefahr bestand nach Aussage der Polizei vor Ort zu keinem Zeitpunkt.

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