Aachen - Menschen für die Gesamtschule begeistert

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Menschen für die Gesamtschule begeistert

Von: Martina Stöhr
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Aachen. „Um eine Gesamtschule gegen erbitterte Widerstände zu führen und zu dem zu machen, was sie heute ist, braucht es Kraft und Ausdauer“, meinte Bernward Gilles, leitender Regierungsschuldirektor, als Walther Kröner am Freitag nach mehr als 23 Jahren als Schulleiter der Gesamtschule Brand offiziell verabschiedet wurde.

Lehrer, Schüler und Elternvertreter hatten für ein musikalisches Rahmenprogramm gesorgt, das der Feier den nötigen Glanz verlieh. Gemeinsamkeit ist laut Gilles ein Merkmal der Gesamtschule Brand. Und das freundschaftliche Miteinander an seiner Schule wurde dem scheidenden Schulleiter von vielen Seiten bestätigt. Die Kunst des sensiblen und konsequenten Leitens habe diese Schule zu einer aus Aachen nicht mehr wegzudenkenden Institution gemacht, so Gilles.

„Starke Persönlichkeit“

„Eine Schule braucht eine starke Persönlichkeit. Walther Kröner ist eine“, schloss sich Ministerialrat a. D. Ulrich Thünken dem Lob an. Und Oberbürgermeister Marcel Philipp musste einräumen, dass er seine kritische Haltung gegenüber Gesamtschulen ändern musste. „Ich habe mich geirrt, und das kann man festmachen an der Gesamtschule Brand“, sagte er und ergänzte: „Wenn wir Chancengleichheit wollen, müssen wir auch Gesamtschulen wollen.“

Die Gesamtschule Brand beschrieb er als kreative, integrative, kommunikative und inklusive Schule. Seit 20 Jahren schon würden hier Schüler mit Behinderungen in den Unterricht integriert, hatte Gilles zuvor ausgeführt.

Die Multinationalität der Schule wurde deutlich, als ein Reigen von Schülern ihren Schulleiter in der jeweiligen Muttersprache begrüßte. „Jetzt kommt das Beste“, kündigten sie Walther Kröner an, und der nutzte die Gunst der Stunde, um all denen zu danken, die ihn während der vielen Jahre in seiner Aufgabe als Schulleiter unterstützt haben. Und das waren offensichtlich ziemlich viele, vom Förderverein über das Kollegium bis hin zum Gebäudemanagement der Stadt.

Und Kröner dankte für das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde. „Die Schule ist für die Schüler da“, betonte er schließlich. „Und sie sollte ein Ort sein, an dem Lernen ohne Angst möglich ist.“ Und dann gab er seinem Nachfolger Dr. Andreas Lux auch noch eine Anregung mit auf den Weg. „Die Lernvoraussetzungen haben sich geändert“, sagte er. „Darauf müssten die Schulen reagieren.“

Nachfolger Andreas Lux

Kröner zeigte sich zuversichtlich, dass Lux seine Sache als sein Nachfolger gut machen werde. „Du bist in deinen Grundwerten so orientiert wie ich“, meinte er und gab sich überzeugt, dass auch Lux die Menschen für die Gesamtschule begeistern wird.

Nach den vielen Lobesreden auf scheidenden Schulleiter mögen Lux die Fußstapfen seines Vorgängers tatsächlich ein bisschen groß erscheinen. Oberbürgermeister Marcel Philipp hielt tröstende Worte bereit: „Haben Sie keine Angst vor allzu großen Fußstapfen. Wenn Sie einmal drinstehen, dann sieht man nur noch Sie. Das ist meine Erfahrung.“

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