Aachen - Mehr Schulangebote für junge Flüchtlinge

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Mehr Schulangebote für junge Flüchtlinge

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge stellt die Stadt Aachen weiterhin vor große Probleme. Regelmäßig werden Jugendliche, vor allem junge Männer aus den Krisen- und Kriegsgebieten in Afghanistan, Syrien und Nordafrika, am Hauptbahnhof oder in Fernbussen an der Grenze aufgegriffen.

Die meisten sind seit vielen Monaten auf der Flucht, viele sind traumatisiert. Wie viele Flüchtlinge an einem Tag ankommen, ist für das Jugendamt nie vorherzusehen. Das macht die Unterbringung, Betreuung und auch die schulische Versorgung sehr schwierig. Die CDU-Fraktion im Rat hat nun beantragt, ein Konzept für die Beschulung dieser Flüchtlingskinder zu entwickeln, die ganz allein ins Land kommen.

„Wir müssen unbedingt Lösungen finden“, sagt der schulpolitische Sprecher der Fraktion, Ratsherr Peter Tillmanns. Zwar gibt es in Aachen mittlerweile 16 internationale Förderklassen, in denen Jugendliche, die aus dem Ausland zuziehen, an die deutsche Sprache herangeführt werden. Aber schon jetzt gelingt es nicht, jedem jungen Flüchtling schnell einen Schulplatz zu besorgen.

Wenn die Reformpädagogische Sekundarschule am Dreiländereck (vormals Hauptschule Kronenberg), deren Schließung längst beschlossen ist, endgültig die Türen schließt, dürfte die Lage noch dramatischer werden. Denn alleine am Kronenberg gibt es fünf internationale Förderklassen. Nicht nur Tillmanns fragt sich besorgt: „Wie geht es danach weiter?“

Er und die CDU-Fraktionsvorsitzende Maike Schlick sehen bei der Versorgung der Flüchtlinge alle Schulen gefordert. Zwar tragen die Hauptschulen nach wie vor die Hauptlast bei der Betreuung der „Seiteneinsteiger“. „Unser Ziel muss aber sein, alle Schulformen einzubinden“, sagt Tillmanns. Mit ins Boot müsste auch die Bezirksregierung. Denn die müsste die notwendigen Lehrerstellen für die Förderklassen genehmigen.

Wie Schulrat Wolfgang Mülle­jans auf Anfrage mitteilt, werden im August am Geschwister-Scholl-Gymnasium, am Couven-Gymnasium und an der Hugo-Junker-Realschule neue Vorbereitungsklassen eingerichtet. Diese sind bereits genehmigt. Ein Gymnasium und eine weitere Realschule sind laut Müllejans ebenfalls im Gespräch. Darüber werde in den nächsten Tagen entschieden.

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