Mehr Präsenz für Frauen in Not

Von: Mira Otto
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Da steht‘s. Karin Wisgens vom Zonta-Club, Julia Mickartz und Natalie Djurkovic von Frauen helfen Frauen sowie Heide Flachskampf-Hagemann von Zonta (v.l.) zeigen auf die Plakate, die seit Freitag auf den Verein Frauen helfen Frauen und seine Arbeit aufmerksam machen. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass auch noch heute Frauen unterdrückt werden“, sagt Natalie Djurkovic. Denn viele Frauen leiden unter häuslicher Gewalt und anderen schwerwiegenden Problemen, betont die engagierte Angestellte des Vereins Frauen helfen Frauen. „Wir wollen, dass sie wissen wo ihnen geholfen wird.“

Deshalb sind seit Freitag in zehn Bussen der Asaeg Plakate zu sehen, die auf den Verein aufmerksam machen. Seit 1979 berät er Frauen und Mädchen ab 14 Jahren in allen Lebenslagen. Selbstbestimmtheit sei das Ziel, erläutert Djurkovic.

Mittlerweile leitet auch die Polizei Menschen an den Verein weiter, und zwar sowohl weiblicheOpfer und Täter von häuslicher gewalt als auch männliche Opfer.

Vier Mal in der Woche kann aber jedermann in den offenen Sprechstunden Beratung und somit Hilfe bekommen. Montags, donnerstags und freitags sind die Vereinsräume in der Theaterstraße 42 von 9 bis 12 Uhr sowie zusätzlich dienstags von 15 und 17 Uhr geöffnet. Termine gibt es auch nach Vereinbarung und natürlich ist alles kostenlos, anonym und unterliegt der Schweigepflicht.

Mehr Präsenz

Diese und mehr Informationen stehen auch auf den Busplakaten, die mit freundlicher Unterstützung des Zonta Clubs Aachen dem Verein Frauen helfen Frauen mehr Präsenz verleihen soll. Und wenn sich jemand durch das Plakat motiviert fühlt, dem Verein mit einer Spende zu helfen, umso besser.

Der Zonta Club hat das nun getan und die Plakate finanziert. Der Club ist auf der ganzen Welt vertreten und widmet sich in diesem Jahr besonders der Vereitelung von Gewalttaten gegen Frauen. Die Zonta-Frauen – starken Frauen in Führungspositionen – wollen für andere Frauen ein besseres Leben erkämpfen im politischen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich. „Dafür ist Frauen helfen Frauen für uns immer eine Adresse“, bemerkt die ehemalige Polizeipräsidentin Heide Flachskampf-Hagemann. „Schon seit 1997 haben wir immer wieder mit Frauen helfen Frauen zusammengearbeitet, zum Beispiel in Form einer Aktion gegen K.O.-Tropfen“, gibt Karin Wisgens an, die ebenfalls ein Mitglied von Zonta ist.

Frauen helfen Frauen finanziert sich durch Zuschüsse vom Land und der Städteregion, durch Mitgliederbeiträge und zu ungefähr 20 Prozent durch Spenden. „Es wird immer schwieriger, Geldspenden zu erhalten. Die Leute spenden viel lieber für eine bestimmte Sache, die sie sehen und anfassen können. Jedoch muss man bedenken, dass wir auch unsere Miete oder die Löhne der Angestellten finanzieren müssen“, sagt Djurkovic.

Designt wurde das Plakat von Claudia Hoffmann, Mitarbeiterin von Modula Media. Allerdingswurden die zweiseitigen Plakate so aufeinander geklebt, dass bei Sonnenschein durch die Busfenster die Schrift nur noch schwer zu erkennen ist. Doch selbst beim derzeitigen Hochsommer geht die Sonne auch irgendwann unter, und die Plakate sind wieder lesbar.

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