Aachen - Mehr LED-Licht auf den Straßen

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Mehr LED-Licht auf den Straßen

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ganz optimal funktioniert die Technik der neuen Straßenbeleuchtung noch nicht. Erstens lässt die Lichtverteilung bei Stawag-Vorstand Dr. Peter Asmuth sowie Gerd Klöfkorn vom Stawag-Netzservice Beleuchtung noch Wünsche offen. Und zweitens sind die LED-Leuchten wegen bislang nicht erreichter Serienreife noch zu teuer.

Dennoch sehen Stadt und Stadtwerke sich mit der Verwendung in einer Vorreiterrolle, die weiter ausgebaut werden soll. Daher wurden in den vergangenen drei Monaten insgesamt 42 neue Leuchten in der Dammstraße, am Karlsburgweg sowie zwischen Monheimsallee und Passstraße angebracht.

Eingespart wird gegenüber den Vorgängerleuchten jeweils etwa die Hälfte der Energie. Bereits im vergangenen Jahr war auf dem Mittelstreifen der Monheimsallee ein Pilotprojekt mit 27 Leuchten vorgestellt worden. In allen vier Bereichen werden nun laut Stawag jährlich 12.000 Kilowattstunden Strom und somit acht Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) im Jahr eingespart.

Doch die Stadt hat noch höhere Ziele: So soll der CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990 halbiert werden. „Die öffentliche Beleuchtung ist ein wichtiger Aspekt, da Beleuchtung die Atmosphäre und Lebendigkeit einer Stadt bestimmt und aus Umweltschutzgründen so effizient wie möglich sein sollte”, findet Umweltdezernentin Gisela Nacken (Grüne).

Was den Menschen hoffentlich gefällt, gefällt den nachtaktiven Insekten allerdings weniger. Denn auf die alten Quecksilberdampflampen, die bis Ende dieses Jahres in allen 22000 Laternenmasten der Stadt durch Natriumdampflampen ersetzt werden sollen, fliegen die Insekten buchstäblich. Doch das Licht der LED-Leuchten wirkt auf Schneider und anderes Getier offenbar wenig anziehend.

Noch mehr Möglichkeiten

Und die LED-Technik bietet noch mehr Möglichkeiten. So könnten etwa Bewegungsmelder dafür sorgen, dass die Leuchten sich bei ausbleibender Aktivität auf den Straßen automatisch dimmen. „Man könnte die Laternen auch kommunizieren lassen”, stellt Gerd Klöfkorn in Aussicht. Wenn also eine Laterne gebraucht wird, hat sie das von den Nachbarn bereits frühzeitig gemeldet bekommen und die Beleuchtung hochgefahren. Schön langsam natürlich. Eine Diskothekenbeleuchtung wolle auf den Straßen schließlich keiner.
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