Mehr als 100 Akteure dabei

Von: Nina Krüsmann
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Sie setzen sich für fair geha
Sie setzen sich für fair gehandelte Waren in Aachen ein: (v.l.) Mona Pursey, Fritz Bock, Sylvia Moss und Lothar Hagel. Foto: Harald Krömer

Aachen. Fair Trade wird in Aachen groß geschrieben und das nicht erst seit Donnerstag. Ende September erhielt die Stadt dafür den Titel „fairtrade Stadt”. Lebensmittel- und Fachgeschäfte sowie Gastronomie, die sich am fairen Handel beteiligen, sind mit einem Siegel gekennzeichnet.

„Mehr als 100 Akteure machen bereits mit und es werden immer mehr”, freut sich Dr. Mona Pursey vom Eine Welt Forum Aachen e. V.

Damit die Bürger und natürlich auch die Besucher der Kaiserstadt sich besser orientieren können, legte das Bündnis „Fairhandel(n)” in Aachen jetzt zum zweiten Mal einen speziellen Stadtplan auf. „Darin sind nicht nur alle teilnehmenden Läden markiert, sondern auch wissenswerte Informationen zum Thema festgehalten”, erklärt Pursey. So sei beispielsweise auch nochmal veranschaulicht, worum es beim fairen Handel überhaupt geht: „Fairer Handel, das steht für Gerechtigkeit in internationalen Wirtschaftsbeziehungen, Löhne, welche die Existenz sichern und für qualitativ hochwertige Produkte”, schildert Pursey. Neu im Stadtplan ist die Rubrik der Gaststätten in Aachen, die fair gehandelten Kaffee in ihr Sortiment aufgenommen haben.

Neue Akteurin ist Silvia Moss, Geschäftsführerin der Bäckerei Moss. Sie hat seit September in allen Filialen auf fair gehandelten Kaffee aus dem Hause Hagel umgestellt. „Das passt gut zu unserem Konzept und unserer Firmenphilosophie”, betont Moss. Es sei ihr wichtig, die Wertigkeit für Lebensmittel deutlich zu machen, die heute oftmals verloren geht. In der Moss-Filiale an der Jakobstraße wurde jetzt der erste der neuen Aufkleber „Aachen - unsere Stadt ist fairtrade-Stadt. Wir führen fairtrade-Produkte” angebracht.

„Das Bündnis ist aus der Erkenntnis gewachsen, dass die katastrophalen und menschenunwürdigen Lebensbedingungen in den verarmten Ländern nur durch einen fairen Handel verbessert werden können”, sagt Fritz Bock vom Eine-Welt-Laden. Der faire Handel sei neben den Maßnahmen, die vor Ort getroffen werden müssen, die größte Herausforderung in der globalisierten Welt. „Wir sind in ständigem Dialog mit den lokalen Unternehmen, Geschäften und Gastronomen, um den Verkauf von fair gehandelten Waren zu fördern”, sagt Pursey.

Mit Ausstellungen werben

Für das nächste Jahr strebt das Bündnis den Titel „Faire StädteRegion” an. „Dafür ist noch viel zu tun, aber wir packen das mit viel Elan an”, sagt Bock. Neben dem ständigen Dialog möchte das Bündnis auch mit Veranstaltungen und Ausstellungen für den fairen Handel werben.

Der aktualisierte und erweiterte Stadtplan „Gut einkaufen in Aachen” für fair gehandelte Produkte liegt in einer Auflage von 10.000 Stück kostenlos in den teilnehmenden Läden und Gaststätten sowie zum Beispiel auch beim „aachen tourist service” am Elisenbrunnen aus.
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