Aachen - Marode Brücke im Gillesbachtal soll erneuert werden

Marode Brücke im Gillesbachtal soll erneuert werden

Von: gei
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Weg unterbrochen: Die morsche Holzbrücke im Gillesbachtal ist schon länger gesperrt. Die Stadt plant nun einen Neubau. Foto: Harald Krömer

Aachen. Eine seit gut einem Jahr gesperrte baufällige Fußgängerbrücke im Gillesbachtal wird voraussichtlich noch in diesem Jahr durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt. Dies sehen die Pläne der Verwaltung vor, die nächste Woche im Umweltausschuss beraten werden. Den Baubeschluss soll die Bezirksvertretung Aachen-Mitte im April fassen.

Damit könnte dann ein bei vielen Spaziergängern, Joggern und Hundebesitzern beliebter Rundweg unweit der Luise-Hensel-Realschule in Burtscheid wieder genutzt werden, der seit längerem wegen der schweren Schäden an einer Holzbrücke unterbrochen ist. Bohlen und Träger sind verfault, das Betonfundament ist brüchig.

Weil ein unmittelbar unterhalb der Brücke im Gillesbach angebrachter Sandfang ebenfalls nicht mehr dem Stand der Technik entspricht, wollen Stadt und Wasserverband Eifel-Rur den Bau der neuen Brücke und eines neuen Sandfangs samt Einlaufrechen aufeinander abstimmen. Dadurch könnten Planungs- und Baukosten gesenkt werden, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Die Verwaltung favorisiert eine Brücke mit elf Metern Stützweite, die deutlich höher als bisher und damit auch vor Überflutungen sicher wäre. Gleichwohl würde sie die Bachsenke nicht barrierefrei queren. Auf beiden Seiten wäre die Brücke wie bisher nur über Treppenstufen zu erreichen – was nicht den Zuspruch der Kommission „Barrierefreies Bauen“ findet.

Doch die Alternative – eine Brücke mit 17 Metern Stützweite – wäre mit geschätzten 81.000 Euro deutlich teurer. So viel Geld will auch die Kommission nicht ausgeben, die daher für eine Zwischenlösung plädiert: mit einer zwar steilen, aber stufenfreien Rampe.

Mit Blick auf die Haushaltslage empfiehlt die Verwaltung dennoch die abgespeckte Variante mit Treppenzugang. Die dafür veranschlagten 45 000 Euro stehen im Haushalt bereit. Der Bau der neuen Brücke könnte zügig in Auftrag gegeben werden.

Aus Sicht der Fachverwaltung sei damit lediglich dieser eine Rundweg – wie bisher – für Menschen mit Gehbehinderungen oder im Rollstuhl nicht geeignet. Es gebe eine Reihe weiterer Rundwanderwege im Gillesbachtal, die barrierefrei genutzt werden könnten. Durch den Grünzug kann man von Burtscheid aus bis in den Aachener Wald laufen.

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