Aachen - Marienhospital freut sich über „Gütesiegel”

Marienhospital freut sich über „Gütesiegel”

Von: Conny Stenzel-Zenner
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Das Marienhospital in Burtscheid ist das erste Krankenhaus in der Städteregion mit einem „Gütesiegel” in der Schmerzbehandlung.

Seit Januar dieses Jahres ist das qualitative Schmerzmanagement in Form einer erfolgreichen Zertifizierung nach den Kriterien der Certkom dokumentiert. „Innerhalb von zwei Jahren haben wir Standards festgesetzt. Mit mehr als 300 Ärzten, Pflegepersonal, Mitarbeitern und Physiotherapeuten haben wir an dem Konzept gearbeitet”, sagt Rolf-Leonhard Haugrund, Geschäftsführer der Katholischen Stiftung Marienhospital.

Regelmäßig erhalten die Mediziner von den Patienten Auskünfte über die Schmerzen. „Die Patienten übersetzen ihr subjektives Schmerzempfinden in einen Zahlenwert von 0 - gleich keine Schmerzen - bis 10 - gleich unvorstellbar starker Schmerz”, erläutert Hans-Joachim Kreß, Koordinator des Projektes und leitender Oberarzt der Klinik für Schmerztherapie.

Wird beispielsweise ein Teil der Speiseröhre entfernt, müssen Bauch- und Brustkorb geöffnet werden. „Dann haben die Patienten oft so starke Schmerzen nach der Operation, dass sie gar nicht mehr richtig durchatmen können. Eine flache Atmung könnte aber einer Lungenentzündung Vorschub leisten, was natürlich eine schlimme Komplikation im Heilungsprozess für den Patienten wäre”, erklärt Privat-Dozent Carsten Krones, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirugie.

Die richtige Schmerztherapie ermögliche es in diesem Fall dem Patienten schon einen Tag nach der Operation das Bett zu verlassen, aber auch schnell wieder Nahrung zu sich zu nehmen. „Das bedeutet, dass der Patient nicht nur schmerzfrei - tagsüber und natürlich auch nachts - ist, sondern dass er auch schon nach zehn Tagen nach Hause entlassen werden kann”, sagt Professor Dr. Thomas Möllhoff, Chefarzt der Klinik für Schmerztherapie.

Anhand eines Flyers erfahren die Patienten schon bei der Aufnahme von der qualifizierten Schmerztherapie. Dies zeige positive Wirkung, weil die Patienten aktiv in das Gesamtbehandlungskonzept eingebunden werden, betont Möllhoff.
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