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Marienhospital: Die Wege werden kürzer und sicherer

Von: Christoph Kühne
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Freuen sich auf die neue Inten
Freuen sich auf die neue Intensivstation im Marienhospital: Rolf-Leonhard Haugrund und Bernd Thomas sowie die Architekten Heike Michaeli und Armin Plischek (v.l.). Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Im Marienhospital wird eine neue Intensivabteilung gebaut auf modernsten Stand gebracht. Der Mehrbedarf in der Intensivpflege wurde dem Marienhospital erst jüngst vom Land Nordrhein-Westfalen bescheinigt.

Auch aufgrund moderner Operationsmethoden sei die Zahl der Intensivpatienten in den letzten Jahren „rasant gestiegen”, erklärt Bernd Thomas, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums des Marienhospitals. Eine neue Intensivabteilung sei daher „dringend erforderlich gewesen”.

Dabei sei die alte Intensivstation „nur 24 Jahre jung”, bemerkte Rolf-Leonhard Haugrund, Geschäftsführer des Marienhospitals. Aber die Haltungszeiten in der Medizintechnik würden wegen der technologischen Entwicklung immer kürzer.

Die neue Intensivstation ist im Bereich der ehemaligen Radiologie und Anästhesie angesiedelt. Damit liegt sie zwischen der neuen zent-ralen Notfallaufnahme und dem neuen OP-Bereich. Der Patiententransport zwischen den drei in­­­ein­andergreifenden Funktionseinheiten könne somit auf kürzestem Weg erfolgen. Dazu seien künftig auch keine Aufzugfahrten mehr nötig, denn die Abteilungen lägen im selben Stockwerk.

Fläche verdoppelt

Gegenüber der alten Intensivstation sei die Fläche in etwa verdoppelt worden, sagte Architekt Armin Plischke. Auf einer Gesamt-fläche von 715 Quadratmetern würden neben Arztzimmern und Versorgungsräumen insgesamt 14 Betten Platz finden, allesamt aus-gestattet mit Beatmungsgeräten. In zwei Zimmern mit speziellem Belüftungssystem werde es auch erstmals möglich sein, Patienten mit multiresistenten Keimen zu isolieren. Künftig sollen alle in der Intensivstation eingehenden Patienten einem Screening auf mögliche Keime unterzogen werden.

Im Gebäudeteil der alten Inten-sivstation sollen voraussichtlich die Zentralsterilisation sowie ein Zentrum für ambulantes Operieren eingerichtet werden. Dies sei wichtig, weil der Anteil ambulanter Operationen zunehme, erklärt Thomas. Inzwischen gebe es laut Haugrund pro Jahr etwa 12.000 stationäre und rund 6000 ambulante Operationen.

Der Neubau der Intensivstation ist die Folge eines im Jahr 2000 erstellten Planungskonzepts, dem das Kuratorium der Klinik 2004 zugestimmt hat. Seitdem sei der Gebäudekomplex um etwa 30 Prozent erweitert worden, mit einem Investitionsvolumen von 34 Millionen Euro in den letzten fünf Jahren. Die Kosten für die neue Intensivstation belaufen sich laut Haugrund auf drei Millionen Euro. Finanziert werde dies über „große Summen an fremden Mitteln”, eigene Überschüsse und staatliche Fördermittel, die über Jahre hin-weg angespart worden seien.

Der Bau soll noch in diesem Jahr beginnen und voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2013 abgeschlossen sein. Von den Baumaßnahmen sollen die Patienten möglichst wenig mitbekommen.
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