Marcel Philipp spricht von einem „starken“ CDU-Ergebnis

Von: Achim Kaiser
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Strahlender Sieger: Oberbürgermeister Marcel Philipp genoss das Bad in der Menge mit seiner Gattin Gabriele. Foto: Harald Krömer

Aachen. Nach dem Wahlerfolg gönnte sich Marcel Philipp (CDU) Montag eine kleine Pause. Im Laufe des Tages führte der 43-jährige Oberbürgermeister aber auch wieder einige Gespräche. So auch mit den „Aachener Nachrichten“.

Hand aufs Herz: Hatten Sie mit diesem Ergebnis gerechnet?

Philipp: Das Ergebnis liegt in dem Korridor, den ich geschätzt habe, aber je näher der Wahltermin kam, desto nervöser war ich.

Warum ist es für Sie so gut gelaufen?

Philipp: Offenbar habe ich das Vertrauen, das die Wähler mir 2009 ausgesprochen haben, nicht enttäuscht. Der weitere Anstieg über das damalige Ergebnis hinaus hat dann natürlich auch mit Amtsbonus und Präsenz zu tun. Als Oberbürgermeister hat man sehr viele Gelegenheiten, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Ohne Sie hätte die CDU wohl auch kaum dieses Ergebnis einfahren können, denn der Wahlkampf war komplett auf Sie abgestimmt. Wie bewerten Sie das Abschneiden Ihrer Partei?

Philipp: Themen werden in der Politik über Personen transportiert, und je weniger Gesichter gezeigt werden, desto klarer ist das Bild für die Wähler. Das ist besonders dann wichtig, wenn viele Wahlen zeitgleich anstehen. Das CDU-Ergebnis ist stark, wir haben fast alle Wahlbezirke direkt gewonnen und stehen im neuen Rat ähnlich gut da wie auch in der letzten Wahlperiode.

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Maike Schlick ist nicht mehr in den Rat gewählt worden. Wer wird jetzt den Fraktionsvorsitz übernehmen? Die Parteivorsitzende Ulla Thönnissen oder Ex-Fraktionschef Harald Baal?

Philipp: Die neue Fraktion ist Montagabend erstmals zusammengekommen, eine formale Sitzung mit der Wahl des Fraktionsvorstandes wird es aber erst am kommenden Montag geben. Ich erwarte einvernehmliche Lösungen bei allen Personalfragen, weil die Grundstimmung sehr harmonisch ist.

Sie wollen jetzt schnell in Koalitionsverhandlungen einsteigen. Ist die erste Option eine Neuauflage von Schwarz-Grün?

Philipp: Wir werden sowohl mit den Grünen als auch mit der SPD sprechen, mit gleicher Ernsthaftigkeit und gleichen Chancen für eine mögliche Koalition.

Erstmals ist die rechtsextreme Partei Pro NRW im Rat vertreten. Rechnen Sie jetzt mit inhaltlich härteren Konfrontationen?

Philipp: Das wird sehr von dem persönlichen Auftreten abhängen. Wer provoziert, der wird sehr deutliche Antworten bekommen von allen im Rat vertretenen Fraktionen, die immer gemeinsam für eine weltoffene und tolerante Stadt eingetreten sind.

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