Malteser zeigen, was sie können - mit und ohne Kunstblut

Von: Guido Jansen
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Aachen. Wer die stabile Seitenlage letztmals vor der Führerscheinprüfung geübt hat, und diese bereits ein paar Tage länger zurückliegt als vorgestern, braucht sich nicht zu schämen. Denn nun gibt es die Gelegenheit, die wenigen Handgriffe, die Leben retten können, noch einmal zu üben: Nämlich beim erste Malteser-Tag in der Städteregion Aachen.

Der findet am Samstag, 25. Juni, am Hirsch-Center an der Elsassstraße statt. Der Malteser Hilfsdienst (MHD) zeigt dort, was er kann. Leistungsschau heißt das Stichwort. Eine der zentralen Stationen ist die Erste Hilfe. Dort können die Besucher die stabile Seitenlage üben, die Herzdruckmassage oder den Umgang mit dem Defibrilator. Die Leistungsschau dient einem zweiten Zweck. „Wir müssen zeigen, wer wir sind und was wir können”, sagte Wolfgang Heidinger, der Diözesangeschäftsführer der Malteser im Bistum Aachen. Denn der Hilfsdienst sucht ehrenamtliche Mitarbeiter. Indem der MHD am 25. Juni von 10 bis 16 Uhr sein Können zeigt, will er das Interesse bei den Besuchern wecken.

Näher an die Bürger

Als Ort des Geschehens haben die Malteser das Hirsch-Center ausgewählt, weil sie näher an die Bürger heran rücken wollen. „Unser Motto lautet: Weil Nähe zählt. Aber wir sitzen außerhalb im Gewerbegebiet Hüls. Deswegen müssen wir auf die Menschen zu gehen”, erklärte Heidinger. Das Hirsch-Center hat genau das zu bieten. „An einem Samstag haben wir etwa 8000 Besucher”, sagte Sandra Oßmann vom Hirsch-Center. Die Leistungsschau der Malteser biete den Kunden eine Abwechslung. „Außerdem gehen die Themen, mit denen sich der Malteser-Hilfsdienst befasst, Jeden etwas an”, so Oßmann.

Organisiert wird die Leistungsschau für die Städteregion von den ehrenamtlichen Helfern aus Aachen. Bianca Seiferheld gehört dem Organisationskomitee an und stellte die Programmpunkte vor: Die Besucher können die Rettungs- und Krankenwagen genau in Augenschein nehmen. Der MHD baut einen Fernmeldemast auf. Außerdem führen die Malteser ihre mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage vor. „Wir zeigen auch unsere Oldtimer”, kündigte Seiferheld an, dass die Zuschauer sich auf Fahrzeuge älteren Baujahrs freuen können. Alt, aber keinesfalls veraltet, denn die Ausstattung des Fernmeldebauwagens oder des Instandsetzungs-LKW ist modern.

Einer der Höhepunkte der Leistungsschau ist die sogenannte Live-Rettung. Auf dem Parkplatz wird die Situation eines schweren Verkehrsunfalls dargestellt. Die Malteser und die Berufsfeuerwehr zeigen, wie sie die Unfallopfer retten und versorgen. Und damit alles möglichst echt wirkt, gehen die „Bloody Malties” vorher zu Werke. Das ist die Gruppe bei den Maltesern, die für eine realistische Unfalldarstellung verantwortlich ist. Sie fügen den vermeintlichen Unfallopfern Verletzungen zu - mit Schminke und Kunstblut.

Keine Sorge: Die Requisiten aus einem Horrorfilm werden nicht etwa die Kinder abschrecken. Im Gegenteil: Der Hilfsdienst schafft auch ein Angebot für die kleinen Besucher. So wird es eine Kinderschmink-Aktion geben. Außerdem wird eine Hüpfburg aufgebaut.

Mehr dazu im Internet:

Der Malteser Hilfsdienst in Aachen hat 25 hauptamtliche und etwa 800 ehrenamtliche Helfer. Neben dem klassischen Sanitätsdienst sind die Malteser auf sozialer Ebene aktiv.

Wir suchen auch ältere Menschen, die bei uns mitmachen wollen”, sagte Josef Okroi. Schließlich sei Lebenserfahrung gefragt, wenn es um Hospizarbeit, die Betreuung kranker Menschen oder die Arbeit in der Kleiderkamme ginge.

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