Aachen - Mainacht: Zwei Schlägereien und Feuerwehreinsatz in Shisha-Bar

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Mainacht: Zwei Schlägereien und Feuerwehreinsatz in Shisha-Bar

Von: Martina Feldhaus
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Was Falsches geraucht? In einer Shisha-Bar in der Peterstraße erlitten am Mittwochabend mehrere Gäste Vergiftungserscheinungen. Was genau dazu geführt hat, wird derzeit geprüft. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Streitigkeiten, Schlägereien, Körperverletzungen, Randale und Sachbeschädigungen: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist die Polizei in Aachen und der Städteregion zu 225 typischen Mainacht-Einsätzen ausgerückt. Das ist die Bilanz für dieses Jahr – und die unterscheidet sich nach Angaben der Polizeipressestelle kaum von den Vorjahren.

Zu heftigeren Auseinandersetzungen mit Verletzten ist es vor allem in Eschweiler und im Nordkreis gekommen. In Aachen hielt sich das glücklicherweise in Grenzen.

Allerdings hat es zwei größere Schlägereien im Elisengarten und am Münsterplatz gegeben, wie Polizeisprecher Paul Kemen bestätigt. Am Münsterplatz seien nachts gegen halb zwei Uhr Zeugenanrufe bei der Leitstelle eingegangen. Als die Polizei anrückte, habe sie nur noch drei Leute angetroffen, die offenbar in die Schlägerei verwickelt waren. „Sie gaben an, grundlos geschlagen worden zu sein“, sagt Kemen.

Lage wieder beruhigt

Die zweite Schlägerei ereignete sich um kurz nach zwei Uhr im Elisengarten. Auch dort ist die Polizei durch Zeugen auf die Ereignisse aufmerksam gemacht worden. Kemen: „Passanten haben es offenbar geschafft, die Schläger zu trennen.“ So habe sich die Lage auch bereits beruhigt, als die Beamten vor Ort eintrafen. Verletzte gab es offenbar bei keiner der beiden größeren Handgreiflichkeiten.

Vier Gäste einer Shisha-Bar in der Peterstraße sind dagegen in der Mainacht verletzt worden. Sie wurden mit Vergiftungserscheinungen ärztlich versorgt beziehungsweise ins Uniklinikum gebracht, nachdem in der Bar bisher unbekannte Substanzen verbraucht worden waren. Wie berichtet wurde die Feuerwehr gegen 22 Uhr alarmiert. Zunächst gingen die Wehrleute von einem Gasaustritt aus. Dann war von unerlaubten Substanzen die Rede.

Das Gebäude wurde komplett geräumt, durchgelüftet und durfte später weiter betrieben werden, wie Detlef Fröhlke, Leiter des Aachener Ordnungsamts erklärt. Seine Behörde wurde eingeschaltet, um zu prüfen, was in der Bar konsumiert wurde. Fröhlke: „Wir warten noch auf den Detailbericht der Feuerwehr. Außerdem haben wir einige Dinge, Rauchmaterialien und Kohlepakete zum Anzünden der Wasserpfeifen, mitgenommen. Wir werden das alles auswerten.“

Was das am Ende für die Betreiberin der Bar in der Peterstraße bedeutet, steht noch nicht fest. Fröhlke geht aber von einem Bußgeldverfahren aus. Die Betreiberin ist für kommenden Mittwoch beim Ordnungsamt vorgeladen. Auch, weil es nicht der erste Einsatz dieser Art in der besagten Shisha-Bar war. Anfang der Woche hatte es bereits Verletzte gegeben. Die Bar stand seitdem unter verstärkter Beobachtung durch das Ordnungsamt. Auch die Kriminalpolizei ermittelt in der Sache.

Insgesamt gibt es in Aachen sieben Shisha-Bars. Sie zählen meist zu den erlaubnisfreien Gaststätten, in denen kein Alkohol ausgeschenkt werden darf. Da in Shishas in der Regel kein Tabak enthalten ist, ist das Rauchen dieser Wasserpfeifen in den Bars erlaubt. Es fällt nicht unter das Nichtraucherschutzgesetz.

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