Aachen - „Maibaum to go” ist bei jungen Männern beliebt

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„Maibaum to go” ist bei jungen Männern beliebt

Von: Daniel Gerhards
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Waren bei Aachens jungen Männern sehr beliebt: die Maibäume von Misereor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Viele Bäume mit kleinen grünen Blättern und der charakteristischen weißen Rinde stehen auf dem kleinen Platz vor der Misereor-Geschäftsstelle. Schon bald werden diese Birken die Häuser junger Frauen schmücken.

Denn wie es der Brauch will, stecken junge Männer ihren Angebeteten in der Nacht zum 1. Mai einen bunt geschmückten Baum ans Haus. Ein Team von Misereor-Mitarbeitern unterstützt die männlichen Aachener dabei: Sie bieten Birken an und helfen sogar beim Schmücken. So lautet das Motto der Aktion „Maibaum to go”.

Auch Thomas Bretgeld hat sich beim Schmücken Unterstützung geholt. Gemeinsam mit Misereor-Mitarbeiterin Hanna Hellenbroich schmückt er eine Birke mit vielen bunten Krepppapierbändern. Der 31-Jährige ist ganz dankbar für die Hilfestellung. „Ich komme aus der Nähe von Osnabrück, da kennen wir diesen Brauch nicht. Aber meine Freundin hat den Baum nun eingefordert. Sie wollte unbedingt einen haben.” Ehrensache für Bretgeld, dass er den Baum nachts vor dem Fenster der gemeinsamen Wohnung anbringt.

Die Misereor-Mitarbeiterin Martina Effenberg-Müller unterstützt den Brauch sehr gerne. Insbesondere, weil das katholische Hilfswerk für jeden Baum eine Spende erhält. „Der Erlös kommt einem Misereor-Projekt in Burkina Faso zugute”, erklärt Effenberg-Müller. Dabei arbeiten Christen und Muslime in einem Gemeinschaftsprojekt in der Sahelzone an der Wiederaufforstung, am Bodenschutz und an der Trinkwassersicherung. Entstanden ist die Idee zu der Aktion vor drei Jahren. „Wir wollten mal ausprobieren, ob es schwierig ist, Spenden zu akquirieren. Unsere Partner im Süden müssen ja bei vielen Projekten auch immer einen Teil der Kosten über Spenden finanzieren.” Zwischen zehn und 30 Euro möchte Misereor für einen fertig geschmückten Baum haben.

Die Aktion am Vortag des Maifeiertags fand bei Aachens jungen Männern großen Anklang. Vielleicht auch dank der weiblichen Hilfe beim Maibaumschmücken. „Die Frauen haben schon ein besseres Auge für die Zusammenstellung der Farben der Kreppbänder”, erklärt der 20-jährige Matthias Ulfig, der gerade einige Bänder an einer Birke anbringt. Dabei hilft ihm sein Freund Benjamin Wirtz. Die beiden wollen in der Mainacht gemeinsam losziehen.
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