Aachen/Nordeifel - Mäuse fressen die Narzissen weg

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Mäuse fressen die Narzissen weg

Von: unserem Redakteur Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Nordeifel. Die Narzissenblüte in der Nordeifel gehört zu den unbestreitbar attraktivsten Naturschauspielen im ganzen Jahr. Jetzt ist es wieder soweit: Tausende Wanderer sind im April in den Naturschutzgebieten Schwalm- und Fuhrtsbachtal unterwegs.

Doch so mancher Spaziergänger, der von schwärmerischen Berichten über Millionen von Narzissen angelockt wurde, die die Täler in einen einzigen gelben Teppich verwandeln sollen, tritt enttäuscht den Heimweg an.

Wer nicht gerade die auf keinem Schild zu findende Bieley (wo diese Beschreibung in der Tat zutrifft) erreicht, muss sich mit recht dünn gesäten Blumenteppichen begnügen. Besonders im Fuhrtsbachtal bei Höfen ist die Narzissenblüte in diesem Jahr besonders dürftig. Langjährige Beobachter erinnern sich, dass zum Beispiel im Bereich Antoniusbrücke die Narzissen einst in verschwenderischer Fülle blühten. In diesem Frühjahr könnte man hier allenfalls ein kleines Sträußchen pflücken - wenn man es denn dürfte.

Nationalpark Eifel

Auch Gerhard Ahnert, der heute beim Nationalparkforstamt Eifel beschäftigt ist und zu seiner Zeit als Leiter des damaligen Forstamtes Monschau die umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen im Fuhrtsbachtal begleitete, kann bestätigen, dass die Blüte hier in der vergangenen beiden Jahren praktisch ausgeblieben ist. Der Bereich zwischen Sprengbunker Alzen und Antoniusbrücke gehört inzwischen zum Nationalpark Eifel.

Der Fachmann hat Ursachenforschung betrieben und die Mäuse als Verursacher ausgemacht: „Vor zwei Jahren”, berichtet Ahnert, „war der Höhepunkt der Mäusevermehrung. Im Zuge dieser Mäuseplage sind jede Menge Knollen gefressen worden.” Deshalb blieben die Narzissen nun eine Weile aus, würden aber wiederkommen, weiß Ahnert. Die Narzissen vermehren sich durch Teilung der Knollen und Samenflug. Nach Abschwächen der Mäuseplage könne sich nun der Narzissenbestand wieder verdichten.

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