Aachen - Märchenprinz Julius I. regiert jetzt die Kenger va Oche

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Märchenprinz Julius I. regiert jetzt die Kenger va Oche

Von: Verena Richter
Letzte Aktualisierung:
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Luftige Tour: In einer Sänfte wird der neue Märchenprinz Julius I. (Philipp) vom Oecher Storm in den Saal getragen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Was ist das Schönste an Aachen? An dieser Frage scheiden sich sicher die Geister. Geht es nach Oberbürgermeister Marcel Philipp dann ist es der Kinderkarneval. Und egal, wie man selbst zum Karneval steht, eines muss man zugeben: Im Aachener Kinderkarneval steckt eine Menge Herzblut, reichlich Arbeit und ganz viel Leidenschaft.

Deutlich wurde dies einmal mehr am Sonntag bei der Proklamation des diesjährigen Märchenprinzen Julius I. (Philipp), der nicht zufällig den gleichen Namen trägt wie der OB und der in große karnevalistische Fußstapfen tritt. Immerhin war sein Vater Marcel selbst als Junge mehrfach als Noppeney und Schneider im Hofstaat früherer Märchenprinzen, Großvater Dieter Philipp war Märchenprinz, Mutter Gabriele war in der AKV-Tanzgruppe aktiv, ihr Vater, Josef Cosler, ist seit vielen Jahren Mitglied der Oecher Penn und Schwester Luisa tanzte in der Kinderprinzengarde und als Tanzmariechen.

Viel karnevalistischer Hintergrund

Soviel karnevalistischer Hintergrund ist für den jungen Julius aber weniger Bürde als Ansporn – und ein unbeschriebenes Blatt ist der neue Märchenprinz auch nicht, auch er war schon als Jäger, Teufel, Schatzmeister und Till aktiv. Und so wirkte der 66. Aachener Märchenprinz bei seiner Proklamation auch sehr sicher und nicht sonderlich nervös. Rede und Prinzenlied, bei dem er sogar ein kleines Tänzchen mit Mariechen Hanna Knauf wagte, kamen problemlos über seine Lippen. Ein echter Profi, der sich jetzt auf eins besonders freut: „Den Karnevalsspaß als Prinz den Leuten in Aachen zu vermitteln.“ Es wird ihm sicher gut gelingen.

Gut gelungen war ohnehin die gesamte Märchenprinz-Proklamation. Wichtigster Bestandteil neben der Inthronisierung ist alljährlich das Theaterstück, das traditionell die Katholische Grundschule Passstraße aufführt. Und das war in diesem Jahr ungewohnt spannend, denn einmal mehr sann der Teufel auf Rache für all die Schmach, die er durch die Aachener erfahren hat. Die Maskottchen des Aachener Kinderkarnevals, Miez (Lia Schmidt) und Anton (Justin Baumeister) wollten dies natürlich gemeinsam mit der Dommaus Wilma (Rebekka Marialke) verhindern. Letztlich gelang es den drei mit viel Unterstützung und einer List, den Teufel – stark gespielt von Hennes Kemper – einmal mehr auszutricksen.

Bevor es damit aber richtig losging, wurde es emotional. Wolfgang Radermacher, Leiter des Arbeitsausschusses Aachener Kinderkarneval (Akika), der in diesem Jahr seine letzte Session in dieser Funktion bestreitet, wurde vom Präsidenten des Festausschusses Aachener Karneval (AAK), Frank Prömpeler, verabschiedet und zum Ehrenmitglied des AAK ernannt. Wolfgang Radermacher blieb da noch sehr gefasst, lenkte die Aufmerksamkeit gleich wieder auf die Kinder – doch als ihm eben diese am Ende der Proklamation ein Ständchen brachten, da war es um seine Fassung geschehen und die Stimme wurde ein wenig brüchig. Doch nur kurz, bevor er sich wieder lautstark für den Kinderkarneval stark machte.

Um den muss es einem aber nicht bange sein, wie auch Frank Prömpeler angesichts der vielen Beteiligten feststellte. So bleibt der Kinderkarneval bestimmt weiterhin das Schönste, das Aachen zu bieten hat.

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