Aachen - Madrigalchor gibt makelloses Konzert

Madrigalchor gibt makelloses Konzert

Von: Eva Mänz
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Sicher ist es nicht nur der gute Ruf des Chores und sein 30-jähriges Jubiläum, dass die Massen veranlasste, in die Kirche St. Elisabeth zu pilgern und dort der Weihnachtsvesper von Monteverdi zu lauschen.

Die zunehmende Beliebtheit der Alten Musik hat sicher auch etwas mit deren Ausstrahlung von innerer Ruhe zu tun, nach der sich der Mensch im hektischen 21. Jahrhundert zurücksehnt.

Der Madrigalchor Aachen unter seinem Leiter Hans Leenders sorgte jedenfalls nicht nur für ein überaus gut besuchtes Gotteshaus, er füllte den Raum mit einem Wohlklang, der an Reinheit und Tonschönheit nichts zu wünschen übrig ließ. Nicht die kleinste Unsicherheit in Intonation oder Rhythmus trübte das makellose Bild, einzig die Extreme in Tempo und Lautstärke hätten ein wenig mehr ausgereizt werden können.

Klare Stimmen

Die Solistenriege mit Elisabeth van Duijn, Martina van Puymbroeck, Laurens-Alexander Wyns, Stephan Adriaens und Johannes Nilgens passte sich lückenlos in diese warme Klanglichkeit ein. Vor allem im Duett oder Ensemble wuchsen die jungen, klaren Stimmen zu einer unglaublichen Homogenität zusammen. Das Ensemble Florilegium Musicum begleitete professionell mit warmem Posaunenklang und hochvirtuos, mit sprechender Melodiegestaltung in den Streichern.

Mit diesen Psalmen, Hymnus und Magnificat zum Weihnachtsfest setzte der Chor einen überaus festlichen Schlusspunkt hinter die Feiertage und zugleich einen krönenden Abschluss in die Reihe seiner Jubiläumskonzerte.

Völlig überflüssig war die Pause, die die Zuhörer aus der emotionalen Hingabe herausriss und den Aufenthalt in der kalten Kirche verlängerte. Mit langem Beifall, der hoch verdient war, klatschte man sich wieder warm.
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