Aachen - „Macht mal Lärm in dieser Stadt“: Flashmob in der Innenstadt

„Macht mal Lärm in dieser Stadt“: Flashmob in der Innenstadt

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
Lärm
Auf dem Markt war am Mittwoch viel los: Im Rahmen der Macht mal Lärm in dieser Stadt-Protestaktion spielten 20 Bands 20 Minuten lang in der Innenstadt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. So ein Geburtstagsständchen hatte Oberbürgermeister Marcel Philipp bestimmt noch nie: 20 Bands spielten ihm 20 Minuten lang Lieder – oder genauer: Sie machten „Lärm“ auf dem Markt, an Katschhof und Dom, im Elisengarten oder auf dem Münsterplatz.

Schlagzeuge, Gesang und Gitarren tönten am Mittwoch um 19 Uhr durch die Stadt. Der Flashmob war Teil von „Macht mal Lärm in dieser Stadt“, der Protestaktion zum Erhalt der freien Kulturszene.

Beteiligt waren etwa die Bands Louderdales, Schlagsaiten Quantett, Nazi Dogs, Manometer oder Borderline Society. Zahlreiche Menschen, darunter Angehörige und Kenner der freien Kulturszene kamen in die Innenstadt, um die Musiker und die Aktion zu unterstützen – am Markt bildeten sich große Trauben um die Bands. Sie sangen mit, einige tanzten, andere wollten einfach nur die kurzen Konzerte „genießen“.

Seit Dezember ruft Initiator Kristof Mittelstädt die Kulturschaffenden und Kulturkonsumenten der Stadt dazu auf, sich an „Macht mal Lärm in dieser Stadt“ zu beteiligen und sich Gehör, vor allem bei den Politikern, zu verschaffen. Sabine Blumensath etwa, hatte über Facebook und von einer befreundeten Band von dem Flashmob gehört.

„Ich bin heute hierher gekommen, weil die Lokalitäten, wo die Musikszene einen Platz gefunden hat, nicht mehr existieren“, sagt die Aachenerin, während sie im Takt der Band Susuz mitwippt. Als Beispiel nennt sie die Schließung des Aoxomoxoa. Man wisse nun nicht mehr, wo man hingehen könne.

Ständchen zum Geburtstag

Auch Mittelstädt trat mit seinem Vater als Stevenhill&Der Alte am Münsterplatz auf. „Es war super, ich bin wirklich zufrieden“, sagt Kristof Mittelstädt über die Aktion. „Ich hoffe, dass Herr Phi­lipp uns gehört hat.“

Anschließend machten er und sein Vater sich auf ins Hotel Europa in der Südstraße. Dort fand am Mittwochabend ein Hiphop-Jam mit weiteren Bands im Anschluss an den Flashmob statt.

Nach 20 Minuten war der Flashmob zu Ende. Dann stimmten noch einmal alle Sänger und Zuschauer zum offiziellen Öcher „Has Jebuurtstaag...“ in Richtung der geöffneten Rathaustüre an.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert