Lousberg: Spaziergänger ärgern sich über leinenlose Hunde

Von: Martina Feldhaus
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So ist es richtig: Auch am Lousberg müssen Hundebesitzer ihre Haustiere anleinen. Weil sich viele nicht an den Leinenzwang halten, ärgern sich mit der SPD auch viele Bürger. Foto: Harald Krömer
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Klare Ansage: Solche Hinweisschilder fehlen am Lousberg an manchen Stellen.

Aachen. Es ist ein leidiges Thema – und ein Daueraufreger: frei laufende Hunde in den Parks der Stadt. Viele Passanten sind nicht gerade erfreut, wenn Bello und Co. ganz ohne Leine unterwegs sind. Jogger und Spaziergänger fühlen sich mitunter bedroht. Und auch die Sache mit den stinkenden Hinterlassenschaften ist für viele ein Ärgernis. Etwa am Lousberg.

Dort mehren sich seit einiger Zeit Beschwerden über Hundebesitzer, die ihren Lieblingen die volle Bewegungsfreiheit gönnen. Statt Gassi führen stehe häufig Gassi-Auslauf auf der Tagesordnung, berichtet Heiner März, SPD-Ratherr und Bezirksvertreter für Aachen-Mitte. „Ich wohne an der Nizzaallee. Und ich beobachte immer wieder, dass Hundebesitzer aus ihren Autos steigen und die Tiere ohne Leine einfach losrennen lassen.“ Das ärgert nicht nur März. Auch viele Bürger, darunter Mitglieder der Lousberg-Gesellschaft, berichteten ihm und seinen Parteikollegen von solchen Vorfällen.

Deshalb will die SPD-Fraktion, dass das Thema in der nächsten Sitzung der BV Mitte am kommenden Mittwoch auf den Tisch kommt. März: „Wir wollen wissen, was die Verwaltung tut, damit der Hundeleinenzwang eingehalten wird. Und vor allem soll sie erklären, warum es nicht genug Hinweisschilder gibt.“ Denn laut SPD sind solche Schilder am Lousberg Mangelware. „An vielen Zugängen, besonders an den Parkplätzen, fehlen Hinweise.“ So spiele oft auch Unwissenheit mit, wenn die Vierbeiner leinenlos umherliefen.

Rita Klösges vom städtischen Presseamt kann den Ärger verstehen. Schließlich sei der Leinenzwang durch das Landeshundegesetz klar geregelt. „In allen Grünflächen und parkähnlichen Anlagen ist die Leine Plicht“, erklärt sie. „Und bei gefährlichen Hunden, sogenannten Kampfhunden, ist ein Maulkorb vorgeschrieben.“ Beides gelte auch für den Lousberg. Dort wie anderswo kontrolliere das Ordnungsamt, ob Hunde angeleint sind. Und auch, ob ihre Besitzer den Kot brav aufsammeln und in Plastiktüten entsorgen.

„Aber die Kollegen können natürlich nicht an jeder Stelle in der Stadt immer vor Ort sein“, erklärt Klösges. Dafür brauchte die Stadt deutlich mehr Personal, was weder finanziell zu leisten, noch unbedingt sinnvoll sei. „Eine permanente Überwachung möchte wohl niemand.“ In Sachen Hinweisschilder räumt Klösges ein: „Tatsächlich fehlen hier und da welche. Der Stadtbetrieb ist aber bereits beauftragt, Schilder zu ersetzen. Allerdings müssen die noch bestellt und hergestellt werden.“ Hinzu komme auch hier Personalknappheit. „Die Abteilung Straßenunterhaltung, die für Straßenschilder zuständig ist, ist derzeit stark mit den Schlaglöchern vom Winter beschäftigt.“ Die Schilder ständen aber auf der To-do-Liste.

Derweil setzt die Stadt auf die Vernunft der Bürger – und auf mehr Rücksichtnahme. Der Appell an Besitzer von Bello und Co.: „Bitte anleinen! Und bitte Plastikbeutel und Schäufelchen mitnehmen!“ Ob das Heiner März und den anderen Bezirksvertretern reicht, wird sich am Mittwoch zeigen. März jedenfalls wäre froh, wenn er nicht mehr – wie zuletzt am Ostermontag – Spaziergänger mit Hunden auf den Leinenzwang hinweisen müsste.

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