Aachen - Lothringerstraße: An der Haltelinie blitzt es schon

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Lothringerstraße: An der Haltelinie blitzt es schon

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Vielleicht ist es Ihnen auch schon passiert. Da fahren Sie gemütlich die Wilhelmstraße in Richtung Kaiserplatz und halten an der roten Ampel an der Kreuzung Lothringerstraße.

Nun, ja, vielleicht ein bisschen spät, aber bei Rot gefahren sind sie ganz sicher nicht. Und trotzdem: es blitzt. Der erste Verdacht: Es war jemand anders - aber niemand ist da. Der zweite Verdacht: Die Blitze ist kaputt. „Also ich kann ihnen versichern, dass die Anlage einwandfrei funktioniert”, betont Günter Taraschewski, beim Ordnungsamt zuständig für den Bereich fließender Verkehr.

Aber woran liegt´s dann? „Das liegt am Verkehrsteilnehmer selbst”, erklärt Taraschewski. Denn wer sich ganz korrekt verhalte, der werde auch nicht geblitzt. „Aber der Rotlichtverstoß beginnt genau genommen schon an der Haltelinie.” Wer also etwas zu weit über die Haltelinie fahre, werde abgelichtet. Geahndet werde dieser Haltelinienverstoß nicht. „Da sind wir großzügig.”

Geblitzt wird trotzdem, und das hat technische Gründe. Die Sensorik für das Auslösen des Blitzes liegt kurz hinter der weißen Haltelinie. An der Kreuzung Lothringerstraße/Wilhelmstraße konnten die Sensoren nicht weiter in den Kreuzungsbreich hineingelegt wereden. Dann nämlich würden sie sogar auslösen, wenn ein Autofahrer aus der Lothringerstraße bei Grün auf die Wilhelmstraße fährt. „Das würde nocht deutlich mehr Irritationen verursachen”, gibt Taraschewski zu bedenken. Befürchten müssen die Geblitzten nichts, zumindest die nicht, die tatsächlich stehen geblieben sind.

Die moderne Stehle schießt nämlich ein zweites Foto - automatisch nach zwei Sekunden. Und auf diesem „Beweisfoto” können die Mitarbeiter des Ordnungsamtes dann erkennen, dass der vermeintliche Verkehrssünder gar keiner ist, sondern, noch immer an derselben Stelle steht. Dafür müssen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes allerdings alle Bilder durchsehen. An der Blitze an der Lothringerstraße sind das relativ viele. Auch Busfahrer finden sich regelmäßig auf den Abzügen. Denn auch wenn die Reifen des Busses noch hinter der Linie stehen, ist das Führerhaus schon über der Sensorik. „Und die reagiert nicht auf Gewicht, sondern auf metallische Masse”, erklärt Günter Taraschewski.

„Die Ampelanlage an dieser Kreuzung wurde früher häufig übersehen”, erzählt Taraschewski. Bei der Fahrt in Richtung Kaiserplatz seien die Überschreitungszeiten sehr hoch gewesen. „Anders als Geschwindigkeitsverstöße, begeht man einen Rotlichtverstoß nicht bewusst, aber Menschen, die hier häufig fahren, können wir so sensibiliseren.”

Wer aber auch über die zweite Sensorik - die liegt weiter in der Kreuzung - fährt, muss mit einer saftigen Strafe rechnen. Ein Verstoß kostet laut Bußgeldkatalog mindestens 90 Euro und 3 Punkte. Wer andere gefährdet oder länger als eine Sekunde nach rot noch die Kreuzung überquert muss mit 200 Euro und einem einmonatigem Fahrverbot rechnen. Um die 50 Rotlichtsünder werden pro Anlage (Bastei, Kaiserplatz, Lothringerstraße) im Monat erwischt.
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