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Lösung im Fall Lichtenbusch: Kinder dürfen belgische Schule besuchen

Von: Martina Feldhaus
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Gute Nachrichten für fünf Eltern in Lichtenbusch: Sie dürfen ihre Kinder nun doch auf die belgische Gemeindeschule im Ort schicken. Das hat Donnerstagnachmittag Städteregionsrat Helmut Etschenberg in der Sitzung des Städteregionsauschusses öffentlich verkündet.

Damit ist der Bescheid, in dem das Schulamt eine Ausnahmegenehmigung für die Familien vorläufig abgelehnt hatte, hinfällig. Mehrere deutsche Eltern, die in dem „geteilten“ Dorf auf deutscher Seite wohnen, hatten beantragt, dass ihre Kinder, die im Sommer in Deutschland schulpflichtig werden, von der deutschen Schulpflicht befreit werden. Der Grund: Die betroffenen Familien wohnen nur wenige hundert Meter von der belgischen Grundschule entfernt, ihre Kinder besuchen den ortsansässigen Kindergarten, sie sind mit dem Umfeld vertraut.

Deshalb wollten die Eltern ihre Kinder weiterhin auf die Gemeindeschule schicken. Zuvor hatten sie den angeschlossenen Kindergarten besucht. Obendrein, so das Argument von Eltern, Lehrern und Schulleiter, sei es in Lichtenbusch seit Jahrzehnten gelebte Praxis, dass auch die Kinder von der deutschen Ortsseite „ihre“ Schule besuchen. Die Befreiung von der deutschen Schulpflicht sei nie ein Problem gewesen, eine Ausnahmegenehmigung auf Grundlage eines Erlasses des NRW-Schulministeriums stets erteilt worden.

Das ist nun auch in den aktuellen fünf Fällen geschehen. Etschenberg begründet die neue Entscheidung so: „Neben allgemeinen Gründen wurden nun auch besonders wichtige individuelle Gründe vorgetragen. Deshalb konnten die Ausnahmen erteilt werden.“ Einen Handlungsspielraum im Falle Lichtenbusch scheint es bei der Städteregion also doch zu geben. Aber: „Wir müssen immer Einzelfälle betrachten. Eine pauschale Lösung für die Zukunft bedeutet diese Entscheidung nicht“, erklärt Etschenberg.

Für Katharina Lesmeister, eine der betroffenen Mütter, die am Donnerstag zunächst mündlich von der guten Nachricht erfuhr, ist das erstmal nicht so wichtig. „Ich freue mich sehr, dass es nun doch klappt.“ Ihr Tipp für Eltern, die zukünftig vor dem selben Problem stehen: „Man sollte den Antrag auf Befreiung in jedem Fall sehr gründlich ausfüllen.“

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