Aachen - Linke fragt besorgt: Erhält das „Aquis Plaza“ eine kleine Schwester?

Linke fragt besorgt: Erhält das „Aquis Plaza“ eine kleine Schwester?

Von: gei
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Aachen. Die Aachener Linke zeigt sich alarmiert, dass im Bereich Adalbertstraße noch weit mehr zusätzliche Verkaufsfläche entstehen könnte, als bislang bekannt.

Hintergrund sind die Pläne des Aachener Investors und Projektentwicklers Gerd Sauren für einen weiteren Neubau zwischen Adalbertstraße und Stiftstraße. In einem offenen Brief hat die Linke Oberbürgermeister Marcel Philipp nun aufgefordert, zu dem Projekt Stellung zu beziehen. Sie fürchtet, dass die im Bau befindliche Einkaufslandschaft „Aquis Plaza“ in unmittelbarer Nachbarschaft eine „kleine Schwester“ erhalte.

Noch gibt es nur nebulöse Angaben zu dem Projekt, das in dem Karree zwischen Adalbertstraße und Stiftstraße geplant ist. Auch die Linke beruft sich nur auf „Gerüchte“. Planungspolitiker, die nähere Kenntnisse haben, geben sich schweigsam. Doch inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass Sauren, der im Besitz der wichtigsten Grundstücke sein soll, neben dem „Aquis Plaza“ ein weiteres Großprojekt plant. Unter anderem sei eine Verdreifachung der bisherigen Einkaufsfläche von rund 1500 auf gut 4500 Quadratmeter geplant.

Ob damit nicht endgültig die Grenzen überschritten sind, wollen nun die Linken-Vertreter Andreas Müller und Leo Deumens wissen. Aus ihrer Sicht ist bereits das „Aquis Plaza“ mit 29.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche überdimensioniert. Eine weitere Ausdehnung gehe zu Lasten anderer Teile der Innenstadt, ist Deumens überzeugt. „Insbesondere der Bereich um die Großkölnstraße wird einen Niedergang erleben.“ Aachen brauche eine kleinteilige Einzelhandelsstruktur, meint er. Mit ihrem offenen Brief will die Linke nun „Transparenz“ über die Einzelhandelsflächen in Aachen schaffen.

Nach Informationen der „Nachrichten“ soll Sauren bereits eine Abrissgenehmigung für mehrere bereits leerstehende Gebäude in dem Quartier beantragt haben. Differenzen gebe es jedoch noch um einige als „erhaltenswert“ eingestufte Fassaden. Ziel sei es, den Neubau möglichst noch bis zur Eröffnung des „Aquis Plaza“ fertigzustellen, die für Ende 2015 geplant ist. Ob die ehrgeizigen Pläne zu halten sind, ist offen.

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