Aachen - Lindlar fordert „Bildungslandschaft” statt Gesamtschule

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Lindlar fordert „Bildungslandschaft” statt Gesamtschule

Von: mg
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Schulalltag für Regierungspräsident Hans Peter Lindlar (rechts): Der RP besuchte auch die internationalen Förderklassen, die Schüler aus dem Ausland an die deutsche Sprache

Aachen. Regierungspräsident Hans Peter Lindlar hat sich in Aachen für den Aufbau einer „Bildungslandschaft Aachen-Ost” ausgesprochen. Darin sollten sich die Hauptschule Aretzstraße, die Hugo-Junkers-Realschule und das Geschwister-Scholl-Gymnasium wiederfinden.

„Ich halte das für eine preiswertere und bessere Alternative”, sagt der Lindlar mit Blick auf die geplante Einrichtung einer Gesamtschule im Aachener Osten, die die auslaufende Schließung der drei Schulen zur Folge haben würden. Eine breite Ratsmehrheit aus SPD, Grünen, CDU und Linkspartei hat das Projekt vierte Gesamtschule auf den Weg gebracht. Die Entscheidenden Beschlüsse sollen noch im Juni in Schulausschuss und Stadtrat gefasst werden.

„Eine Bildungslandschaft Aachen-Ost, in der man alle Abschlüsse erwerben kann, wird den Kindern im Viertel am ehesten gerecht”, sagt nun Lindlar.

Er habe den Eindruck, sagte der Regierungspräsident, dass dem Beschluss zur Errichtung einer vierten Gesamtschule „eine laienhafte Kenntnis der Schulsituation” zugrunde liege. Seine „nachdrückliche Forderung”: Die Kommunalpolitiker sollten sich mit der Schulsituation beschäftigen „und dann überlegen, ob ihre Beschlussvorlage weiterhin trägt”.

Auf keinen Fall aber dürfe die Situation „unnötig lange in der Schwebe gehalten werden”. „Denn Fragezeichen hinter der Zukunft sind fatal für die Einrichtungen. Das bei Opel so und bei den Schulen auch.” Er werde drängen, dass eine schnell Entscheidung gefunden wird. Vor der Anmeldephase für das Schuljahr 2010/11 müsse für die Eltern klar sein, welche Schulen sie im Ostviertel vorfinden.

Der RP war am Mittwoch im Rahmen seiner „Hauptschultour” im Regierungsbezirk zu Gast an der Hauptschule Aretzstraße. Nach einem ausführlichen Rundgang durch die Schule war die ungewisse Zukunft der drei Ostviertelschulen Hauptthema des Besuchs. Lindlar und die zuständige Abteilungsleiterin bei der Bezirksregierung erörterten die Sachlage mit den drei Schulleitern.
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