Aachen - Linden wird bei der Aufsichtsratswahl kandidieren

Linden wird bei der Aufsichtsratswahl kandidieren

Von: Achim Kaiser
Letzte Aktualisierung:
alemannialindenbild
„Insolvenz drohte zu keinem Zeitpunkt”: Jürgen Linden relativiert Alemannias Probleme. Foto: Harald Krömer

Aachen. Jürgen Linden will im Aufsichtsrat der Alemannia Aachen GmbH bleiben. „Natürlich habe ich die Kritik der Fan-IG mitbekommen, sie trifft mich auch, und ich setze mich mit ihr auseinander”, sagte der frühere Aachener Oberbürgermeister auf Anfrage der „Nachrichten”.

Aber Verwaltungsrat, Ältestenrat und auch Geschäftsführer Frithjof Kraemer hätten einstimmig für ihn votiert: „Das gibt mir das Vertrauen, mich weiter für die Alemannia zu engagieren.”

Am Montagabend hatte der Verwaltungsrat des TSV Alemannia Aachen während seiner Sitzung die Kandidaten für den Aufsichtsrat der GmbH benannt, die der Mitgliederversammlung am 12. Juni zur Wahl vorgeschlagen werden sollen. Neben den drei „geborenen Mitgliedern des Aufsichtsrates” aus dem Vorstand des Vereins - Präsident Alfred Nachtsheim, Vize Klaus Dieter Wolf und Beisitzer Christoph Terbrack - sowie dem aus der Mitgliedschaft über die Fan-IG nominierten Steuerberater Horst Rambau sind drei Plätze für das Aufsichtsgremium zu vergeben.

Dabei geht der Verwaltungsrat davon aus, dass die Versammlung der auch von den Gremien und dem beauftragten Wirtschaftsprüfer geforderten Verkleinerung des Aufsichtsrates von elf auf sieben Mitglieder zustimmt. Nachdem die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Hans-Peter Appel, Helmut Breuer, Jürgen Frantzen, Franz-Wilhelm Hilgers, Stefan Nickolai, Carsten Schmidt und Carlo Soiron aus unterschiedlichen persönlichen und beruflichen Gründen nicht mehr kandidieren, schlägt der Verwaltungsrat den Mitgliedern Jürgen Linden, Meino Heyen und Rolf-Dieter Mönning zur Wahl in den Aufsichtsrat vor.

„Der Verwaltungsrat ist der Überzeugung, mit den nominierten Kandidaten zum einen die notwendige Kontinuität im Aufsichtsrat sicherzustellen und zum anderen zu gewährleisten, dass die Geschäftsführung bei der Lösung der zu bewältigenden schwierigen Aufgaben die auch in Zukunft notwendige Unterstützung durch das Aufsichtsgremium erhält”, erklärte der Verwaltungsratsvorsitzende Hubert Herwartz.

„Kontinuität” nennt auch der aktuelle Vorsitzende des Aufsichtsrates Linden als entscheidendes Argument für seine erneute Kandidatur. Werden die vorgeschlagenen „nicht geborenen Mitglieder” des Aufsichtsrates am 12. Juni ab 11 Uhr in der Sporthalle Neuköllner Straße erwartungsgemäß bestätigt, wird das Kontrollgremium intern klären, ob Linden auch wieder zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums gewählt wird. „Diese Frage stellt sich momentan nicht”, sagte der Aufsichtsratschef. Wahrscheinlich ist, dass Linden den Posten auch in Zukunft bekleiden wird.

Offiziell vorgestellt werden Kandidaten bei einer Informationsveranstaltung, zu der die Alemannia am 31. Mai um 19 Uhr in den Pressekonferenzraum des Tivoli einlädt. Alemannia-Präsident Nachtsheim: „Da kann jeder hinkommen und sich sein eigenes Bild machen.”

Die Kritik der Fan-IG bezog sich auf eine Veränderung der Strukturen. Namentlich hatten sie Ex-OB angegriffen. Wegen vergangener „Interessenkonflikte” und einer „unsäglichen Verfilzung” hatte der Vorstand der Alemannia IG Linden aufgefordert, „auf eine erneute Kandidatur bei den kommenden Aufsichtsratswahlen zu verzichten”.

Vier Kandidaten werden von den Mitgliedern gewählt

Jürgen Linden (63), Ex-OB und mittlerweile wieder Rechstanwalt, ist seit nunmehr drei Jahren Vorsitzender des Aufsichtsrates und gehört diesem seit seiner Gründung an.

Meino Heyen (64) ist Mitgründer der Aachener Aixtron AG. Der vielfältig sozial engagierte Unternehmer verfügt über weltweite Kontakte. Heyen betreibt unter anderem den Sportpark Kohlscheid, der als Austragungsort der „Nachrichten”-Aktion „Time 2 Talk” bekannt ist.

Rolf-Dieter Mönning (62) ist Rechtsanwalt mit verschiedenen Kanzleien im Bundesgebiet. Er hat sich in der Vergangenheit insbesondere mit der Sanierung großer Unternehmen einen Namen gemacht. Mönning gehörte bereits in den 90er-Jahren dem Verwaltungsrat des Vereins an.

Horst Rambau (37) aus Eschweiler, ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater., er kommt aus der Fanszene. Die organisierten Anhänger bedauern zwar, dass sie einen Platz im Aufsichtsrat räumen müssen, zeigen aber Verständnis. Noch-Aufsichtsrat Carsten Schmidt: „Angesichts der existenzbedrohlichen Alemannia-Krise muss jemand bis in die Tiefe die Strukturen durchleuchten.. Horst Rambau kann das kompetenter als ich es könnte.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert