Aachen - Lichterzug: 1200 junge Leute pilgern zum Dom

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Lichterzug: 1200 junge Leute pilgern zum Dom

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Von St. Jakob zum Dom: 1200 junge Leute ab 14 Jahren feierten die „Nacht der Jugend. Foto: Bistum/Andreas Steindl

Aachen. Der Zug der Jugendlichen, die eine Kerze in der Hand haltend von St. Jakob zum Dom pilgern, scheint kein Ende zu nehmen: „Die Nacht der Jugend“ war ohne Zweifel einer der ganz besonderen Höhepunkte der diesjährigen Aachener Heiligtumsfahrt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag machten sich rund 1200 junge Menschen ab 14 Jahren aus dem ganzen Bistum auf den Weg nach Aachen. Im Dom und der Innenstadt waren sie bei spirituellen und erlebnisreichen Angeboten dabei.

Der Abend hatte mit einem Konzert von Tim McMillan auf der Altarbühne auf dem Katschhof begonnen. Der sympathische Sänger und Gitarrist aus dem australischen Melbourne ist bekannt für seien scharfsinnige und melodische Musik. So trotzten die jungen Leute ausgelassen einem einsetzenden Regenschauer. Danach wurde gesungen und getanzt.

Glaube in Bewegung

Derart fröhlich gestimmt ging es zur Kirche St. Jakob, wo im Jakobushaus zunächst eine kleine Stärkung vorbereitet war. Ein Hauch von Klassenfahrtsstimmung verbreitete sich und bei den Älteren wurden Erinnerungen an den vergangenen Weltjugendtag wach. In der Kirche stimmte man sich auf eine lange Nacht ein. „Man muss persönlich von etwas berührt sein, um von etwas bewegt zu sein“, erklärte Moderatorin Gesa Zollinger. Junge Menschen für den Glauben zu begeistern, das ist der Wunsch von Organisator Gerhard Nellessen und seinem Team. Mit der Jugendnacht unter dem Titel „We like to move it“ ist das gelungen.

Am Friedenslicht aus Betlehem, das in der Nachbarkirche Heilig Geist aufbewahrt wird, entzündeten die jungen Leute später ihre mitgebrachten Kerzen und machten sich in einem großen Lichterzug auf den Weg zum Dom, wo sie nun erstmals die Heiligtümer erblicken sollten. Pilger und Passanten waren sich einig: So füllt man das Wallfahrtsmotto „Glaube in Bewegung“ mit Leben.

„Ich habe mich auf dieses Gemeinschaftserlebnis gefreut. Langweilige Führungen durch die Kirche möchte ich nicht. „Das Konzert hat uns gut gefallen“, war die 15-jährige Rebecca Müller begeistert. Mit ihren Freundinnen war sie aus Kempen angereist.

„Wir möchten die Differenz zwischen Jugend und Kirche verkleinern, junge Leute ansprechen und ihnen für ihren Alltag ein Stück Glaube und Lebenssinn mit auf den Weg geben“, fasst Nellessen zusammen. Und spätestens beim gemeinsamen Frühstück in St. Jakob zeigt sich, dass sein Rezept aufgegangen ist.

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