Aachen - Leo Schartmann steht für das Brander Wir-Gefühl

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Leo Schartmann steht für das Brander Wir-Gefühl

Von: Anke Hinrichs
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Erfreute Gesichter bei der Verleihung des Rheinlandtalers: von links Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Jutta Eckenbach, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Leo Schartmann und OB Marcel Philipp. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Hoch dekoriert steht Leo Schartmann im Weißen Saal des Rathauses, er ist der diesjährige Träger des Rheinlandtalers. „Leo Schartmann hat die Heimatsprache in Brand gepflegt und dafür ein kulturelles Bewusstsein geprägt”, erklärte OB Marcel Philipp in seiner kleinen Ansprache.

Schartmann verschlug es allerdings diesmal die Sprache, als ihm Jutta Eckenbach, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, den begehrten Taler ans Revers steckte und in Form einer Münze in einem Schmuckkästchen überreichte.

„Er ist ein Mann des Wortes”, lobt Eckenbach den 79-Jährigen in ihrer Laudatio, und da liegt es schon auf der Hand, weshalb der Landschaftsverband ihm die Auszeichnung zugedacht hatte, die seit 1976 den ehrenamtlichen Einsatz für die Heimat-, Mundart- und Brauchtumspflege im Rheinland belohnt. Schartmann hat sich um die Sprache verdient gemacht, genauer gesagt, um das Brander Platt, das ihm natürlich fließend von der Zunge geht.

Schon seit 1974 war er als Pressewart tatkräftiges Mitglied im Bürgerverein Brand und veröffentlichte im lokalen Mitteilungsblättchen „Blickpunkt Brand” in 104 Ausgaben zahlreiche Beiträge und Gedichte über das Leben im Stadtteil - natürlich alles in der Mundart - und organisierte mit Hingabe Mundart-Abende.

„Os Heemetsproch” hieß der 1990 von ihm gegründete Arbeitskreis, dem er heute noch angehört. Selbstredend ist ihm als Brander Urgestein auch der Karneval nicht fremd, und so gehörte der umtriebige Dialekt-Liebhaber zu den Gründungsmitgliedern des Karnevalsvereins „Brander Unterbähner”, der ihn heute als Ehrenmitglied führt. Dort setzt er sich noch immer für Spendenaktionen zugunsten armer Kinder überall auf der Welt ein. Auf Schartmann geht auch das Spendenprojekt „Cersi” zurück, ein Brander Partnerschaftsprojekt mit dem Zentrum für Erziehung und Rehabilitation behinderter Kinder in Chimbote in Peru.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg freut sich über die Würdigung der Brauchtumspflege in Brand und ist überzeugt, dass „Leo Schartmann ein stolzer Träger des Rheinlandtalers” ist. Auch Hubert Henn, Brander Bezirksbürgermeister, bezeichnet Schartmann als kritischen Mitbürger, der immer erstklassige Arbeit abgeliefert und maßgeblich zum Brander „Wir-Gefühl” beigetragen habe.
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