Aachen - Leitstreifen führt Blinde auf die Kreuzung

Leitstreifen führt Blinde auf die Kreuzung

Von: gei
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Leitstreifen ins Nichts
Leitstreifen ins Nichts. Foto: Martin Christfreund

Aachen. Ziel knapp verfehlt? Gut vier Meter neben dem Fußgängerüberweg endet ein neuer sogenannter taktiler Leitstreifen für Sehbehinderte an der Krefelder Straße unweit der CHIO-Brücke.

Wer ihm folgt, landet derzeit unweigerlich im Einmündungsbereich der Albert-Servais-Allee, wie ADFC-Mitglied Martin Christfreund warnt, der gleich mehrere planerische Mängel an und im Umfeld der Brücke kritisiert.

Abgesehen von der von Anfang an kritisierten Steigung der Rampe, die Radfahrern und Rollstuhlfahrern die Benutzung erheblich erschwert, nennt der ADFC auch die irritierende Beschilderung. So signalisiert derzeit ein Fußgängerschild, dass die Brücke für Radfahrer nicht freigegeben sei. Doch öffentliche Mittel sind für das 1,9 Millionen Euro teure Bauwerk ausdrücklich auch für die Fahrradnutzung geflossen. Die Stadt will nun die Beschilderung nachbessern.

Gleiches gelte für den Leitstreifen, der nach Angaben der Stadt noch vervollständigt werden müsse - nach links in Richtung Ampel und nach rechts zu den Bushaltestellen. Fehlerhafte Planung oder Bauausführung will man sich jedenfalls nicht nachsagen lassen. In der Vergangenheit haben Behindertenverbände immer wieder herbe Kritik an den städtischen Planern geäußert und ihnen Unkenntnis in Sachen barrierefreie Gestaltung von öffentlichen Flächen vorgeworfen.

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