Aachen - Laurensberg: Neubau sorgt für Unmut

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Laurensberg: Neubau sorgt für Unmut

Von: Holger Richter
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Aachen. Bei diesem Punkt herrschte eine interfraktionelle Einigkeit in der Bezirksvertretung Laurensberg. Stellvertretend für alle brachte es in der jüngsten Sitzung am Mittwoch der grüne Bezirksvertreter Georg Hilfrich auf den Punkt.

„Das ist ein von uns nicht gewünschtes privates Bauvorhaben ohne öffentliches Interesse, das in hohem Maß in den öffentlichen Raum eingreift.“ Daher solle man die Arbeiten „engmaschig kontrollieren“.

Die Rede ist von einer großen Baustelle an der Ecke Laurentius­straße/Pannhauser Straße, wo derzeit ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten und Tiefgarage entsteht. Und mehr noch als die Tatsache, dass ein solches Objekt eher ungewöhnlich erscheinen dürfte in einem Viertel, das von villenartigen Einfamilienhäusern geprägt wird, verärgert die Bezirksvertreter eben jener massive Eingriff in den öffentlichen Raum. Denn während der Bauarbeiten wird die Laurentiusstraße gesperrt werden müssen. Das teilte Bezirksamtsleiter Walter Wery den Kommunalpolitikern und einigen verärgerten Anwohnern mit.

„Das ist ein denkbar schwieriger Ort für eine derartige Baumaßnahme“, räumte der Bezirksamtsleiter ein. Immerhin liegen an der Laurentiusstraße ein Seniorenheim, ein Kindergarten, eine Grundschule und die Pfarrkirche St. Laurentius. Und durch die Pannhauser Straße führt außerdem noch eine Buslinie.

Nicht nur der Anreiseverkehr zu Kindergarten und Grundschule werde durch die Straßensperre extrem erschwert, der Bauverkehr gefährde auch den Fußweg der Schul- und Kindergartenkinder. „Dennoch sollten wir dieser Sperrung zustimmen“, so Walter Wery, denn gerade der Begegnungsverkehr von Baufahrzeugen und Bussen sei sehr gefährlich. „Dann geht da nichts mehr.“ Allerdings werde die Bezirksverwaltung dem Bauherrn auferlegen, kündigte Wery an, „die Laurentiusstraße täglich nach Feierabend und an den Wochenenden zumindest einspurig zu öffnen“. Zudem werde die Sperr-Genehmigung mit einem Widerrufsrecht ausgestattet, und: „Wir werden die Baustelle regelmäßig kontrollieren.“

Kein Bebauungsplan

Mit der einspurigen Öffnung waren schließlich alle Bezirksvertreter einverstanden. Karin Schmitt-Promny (Grüne) regte zudem an, morgens eine Stunde bauverkehrsfrei zu halten, um den Verkehr zum Schul- und Kindergarten zu ermöglichen. Das wollte Walter Wery gerne aufnehmen.

Andere Einflussmöglichkeiten hatten die Bezirksvertreter allerdings nicht, da es für den betreffenden Bereich keinen bauhabenbezogenen Bebauungsplan gibt.

Die Sperrung wird voraussichtlich ab dem 22. Juli eingerichtet.

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