Aachen - Laurensberg blickt nach vorne: Sandhäuschen bleibt Dauerbrenner

Laurensberg blickt nach vorne: Sandhäuschen bleibt Dauerbrenner

Von: mas
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Das Orchester des Anne-Frank-Gymnasiums unter Leitung von Silke Peters sorgte unter anderem für den musikalischen Rahmen beim Neujahrsempfang in Laurensberg. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Weniger Turbulenzen als noch im Vorjahr verzeichnet Bezirksvorsteherin Helga Efes für 2008 in Laurensberg. Beim Neujahrsempfang, diesmal in der Gemeinschaftsanlage Orsbach, verwies sie darauf, dass es im vergangenen Jahr in den meisten Laurensberger Ortsteilen keine nennenswerten Probleme gegeben habe.

Um den Dauerbrenner Sandhäuschen kam sie jedoch nicht umhin.

Sie selbst habe zu den Nutzern gezählt, und sie habe sich immer für den Erhalt des Sandhäuschens ausgesprochen. Da seinem Abriss ein demokratischer Beschluss zugrundeliege, gelte es nun, nach vorne zu schauen und für alle Laurensberger eine optimale Lösung zu finden. Sie kündigte einen runden Tisch an, um dem SPD-Landtagsabgeordneten und OB-Kandidaten Karl Schultheis Gelegenheit zu geben, sein Konzept für eine neue Bebauung des Geländes vorzustellen.

Wie berichtet, hat Schultheis vorgeschlagen, eine Seniorenwohnanlage mit dazugehöriger Infrastruktur sowie einen neuen Treffpunkt mit Gastronomie zu errichten. Erklärte Absicht ist ferner, das Gut Barriere zu erhalten. Die Verhandlungen mit dem Pächter sind Sache der Verwaltung.

„Wenn all jene, die sich so eisern für den Erhalt des Sandhäuschens eingesetzt haben, es seinerzeit auch besucht hätten, würde es heute noch stehen”, urteilte Peter Mehring, Vorsitzender der IG Laurensberger Vereine.

Hinsichtlich der geplanten Bebauung bedauerte er, dass die Interessen von Familien und Senioren unter den Laurensbergern offenbar kaum Berücksichtigung fänden. Und er bemängelte mangelndes Engagement der Bürger in den Vereinen. „In Laurensberg ist nur schwer etwas zu bewegen”, so Mehring.

Dass Mehring sich dennoch wieder zum Vorsitzenden der IG Laurensberger Vereine hat wählen lassen, quittierte Helga Efes mit dankbaren Worten. „Wir sind erleichtert und froh.” Auch Mehrings großes Engagement beim Straßenkarneval und die Hilfe seiner Ehefrau Helga war ihr ein besonderer Dank wert.

Campusplanung

In groben Zügen nannte Efes weitere Fortschritte in Laurensberg: Der rasch voranschreitende Bau des neuen Tivoli und des Sportparks, der Umzug der Kleingärtner, der Weiße Weg, der erste Spuren zeige, Fortschritte beim Pferdelandpark und erste Varianten bei der Campusplanung. Zudem werde weiter an dem Projekt Tuchwerk gearbeitet und für das Gelände um Kloster St. Raffael sei ein Bauantrag eingereicht worden.

Den Umzug des Montessori-Kindergartens in sein vorübergehendes Domizil beschrieb sie als reibungslos. Und für die Sanierung der Kinderspielplätze in den Laurensberger Stadtteilen seien 40.000 Euro aus bezirklichen Fördermitteln zur Verfügung gestellt worden, sagte sie nicht ohne Stolz.

Für den musikalischen Rahmen sorgten das Schulorchester des Anne-Frank-Gymnasiums und die Bogen- und Schützenbruderschaft Orsbach.
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