Aachen - Laufgruppe setzt sich für Flüchtlinge ein

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Laufgruppe setzt sich für Flüchtlinge ein

Von: Nina Krüsmann
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Aachen. Eine große Gruppe „knallgelber“ Läufer sorgt momentan in und um Aachen für Aufsehen. Seit rund einem Jahr verfolgen diese jungen Aachener ein gemeinsames Ziel: Unter dem Namen „Aachen hat Ausdauer“ wollen sie Menschen zum Nachdenken über die aktuelle Flüchtlingspolitik bringen.

Das große Ziel ihrer Bemühungen ist die Teilnahme am Madrid-Marathon im April. So sollen Spenden für die Amnesty-Arbeit der Aachener Asylgruppe gesammelt werden – knapp 2000 Euro sind schon zusammengekommen, denn auch abseits vom gemeinsamen Training ist die Gruppe aktiv: So hat „Aachen hat Ausdauer“ bereits in der Stadt mit Aachenern diskutiert, Paten für die Save-me-Kampagne gewonnen, Flyer verteilt, an einem Flohmarkt teilgenommen sowie mit Straßenkreide Slogans in der Stadt geschrieben.

Als nächstes steht ein Thai-Box-Turnier unter dem Titel „Kämpfen für Menschenrechte“ am 29. März um 18 Uhr an der Kalkbergstraße 49-53 an. Ins Leben gerufen hat diese Aktion Sarah Fluchs. Die 23-jährige Studentin möchte damit Menschen klarmachen, wie viel sie bewegen können – sportlich und politisch. 20 junge Leute, größtenteils Studenten, haben sich für Madrid angemeldet.

Bei den regelmäßigen Lauftreffs in Aachen sind sogar noch mehr dabei, die in knallgelben T-Shirts durch die Straßen laufen. An zehn verschiedenen Wettkämpfen haben die Läufer bereits in der Region teilgenommen, um sich für das große Ziel fit zu machen. Beim Solidaritätslauf im vergangenen September sind auch einige der Flüchtlinge mitgelaufen.

„Die Motivation ist groß, und am 27. April ist es endlich soweit. Die meisten von uns bleiben etwa eine Woche in Spanien, wollen sich natürlich auch noch einige Sehenswürdigkeiten anschauen“, erzählt Sarah Fluchs.

Der 26-jährige Benjamin Mohr verbindet mit der Laufgruppe das Nützliche mit dem Angenehmen, wie er sagt. „So kann ich meinem Hobby nachgehen und gleichzeitig eine sinnvolle Sache unterstützen“, erklärt der Student, der ebenso wie Initiatorin Sarah Fluchs Save-me-Pate ist. „Es geht uns um eine politische Willensäußerung und praktische Hilfe für die Flüchtlinge“, sagt Benjamin Mohr.

Wertvolle Unterstützung

Gemeinsames Kochen mit den Flüchtlingen zählt zu den Aktivitäten, und auch auf dem Weihnachtsmarkt oder an der Uni sind die Teilnehmer präsent, um über die Asylgruppe Aachen von Amnesty International zu informieren.

„Die jungen Leute leisten eine wertvolle Unterstützung für unsere Arbeit. Ihrem Ziel, 5000 Euro für die Flüchtlingsarbeit zu sammeln, kommen sie immer näher, und auch nach Madrid soll es weitergehen“, freut sich Ingeborg Heck-Böckler von Amnesty International, die auch Pressesprecherin und Referentin für politische Flüchtlinge im Bezirk Aachen ist.

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