Lauf ins Leben: Rund 800 Sportler gehen an den Start

Von: Nils Heinichen
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Auch die Kleinsten laufen für
Auch die Kleinsten laufen für den guten Zweck: Mit dem Bambini-Lauf startete der sportliche Tag. Für das Brustzentrum kamen rund 9000 Euro zusammen. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Gesundheit schenken - dieses Ziel verfolgten rund 800 Läuferinnen und Läufer. Beim 12. Benefizlauf des Stadtsportbundes (SSB) Aachen wurde wieder für einen guten Zweck gelaufen. Der gesamte Spendenerlös kommt dem Brustzentrum des Marienhospitals zugute.

Los ging es im Aachener Waldstadion mit den Schüler- und Bambini-Läufen über 400, 800 und 2400 Meter. Für die fast 2,5 Kilometer lange Strecke benötigte der Sieger Leo Kleiber knappe 12 Minuten. Jedes Kind wurde für seine Leistung ausgezeichnet. „Niemand ist leer ausgegangen. Alle haben eine Medaille sowie eine Butterbrotdose mit einem Müslibrötchen erhalten”, sagt Dirk Büller vom Stadtsportbund Aachen.

Danach gingen die Erwachsenen an den Start. Zunächst wurden die Bestplatzierten des 5-Kilometer-Laufes ermittelt. Hier setzte sich in etwas mehr als 18 Minuten Gero Pietsch durch, der Wolfgang Borchert und Andreas Großnick auf die Plätze verwies. es folgte der Hauptlauf über 10 Kilometer. Den gewann souverän der Belgier Eddy van de Putte. Als ehemaliger Spitzenläufer wurde er seiner Favoritenrolle gerecht.

Im Vordergrund stand jedoch der Aspekt, dass alle Läufer mit ihrem Startgeld dazu beitrugen, dass vielen an Brustkrebs erkrankten Menschen geholfen werden kann. „Wir gehen davon aus, dass wir zirka 9000 Euro an das Marienhospital überreichen können”, ist Bülles zuversichtlich. Das wäre dann mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Jahr.

„Uns freut es ganz besonders, dass wieder so viel Geld zusammenkommt”, sagt Gerda Gorressen vom Brustzentrum des Marienhospitals. „Es gibt unzählige junge Mütter, die bereits in frühen Jahren an Brustkrebs erkranken. Wir möchten ihnen eine noch bessere Betreuung und Versorgung bieten. Da reichen die Kassengelder oft nicht aus”, sagt die Pflegeexpertin für Brusterkrankungen.

Erstmalig liefen auch Krebspatienten mit. „Es geht nicht nur alleine darum, einen möglichst hohen Spendenbetrag zu sammeln, sondern auch, geheilte Krebspatienten für das Laufen zu begeistern, da das Krebsrückfallrisiko durch regelmäßiges Laufen um 30 Prozent gesenkt werden kann”, sagt Bülles.

Das größte Teilnehmerkontingent stellte die Mies-van-der-Rohe-Schule aus Aachen mit 81 zukünftigen Abiturienten. „Bereits seit 2005 nehmen wir als Schule an der Veranstaltung teil”, sagt die Leiterin Petra Lambrecht. Die Sportlehrer der Schule bereiten die Jahrgangstufen 12 und 13 gezielt auf den Lauf vor. „Gut ein Jahr vorher wissen die Schüler, dass sie am Lauf teilnehmen werden. Im Sportunterricht trainieren wir dann mit ihnen Ausdauer und Kondition”, sagt Sportlehrer Gildas Kortlepel. Petra Lambrecht ist stolz auf die Schüler: „Für fast alle Schüler war das der erste Lauf und sie haben alle toll durchgehalten.”

Marc, Philipp und Dominik trauten sich sogar die 10 Kilometer zu. „Die Strecke war schon sehr anspruchsvoll, zumal ich meine Laufschuhe vergessen hatte”, stöhnte Philipp unmittelbar nach dem Zieleinlauf über die Schleife im Aachener Wald. Die fünf Euro Startgebühr zahlten alle gerne. „Schließlich geht es hier um eine gute Sache”, begründet Marc seinen Teilnahmegrund.

Im nächsten Jahr erlebt der Lauf seine 13. Auflage, kündigte Veranstalter Dirk Bülles bereits an. „Dann hoffe ich, dass wir die 1000er-Marke an Läufern knacken werden”, sagt Bülles.
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