Aachen - Laschet und Röttgen treffen im Eurogress aufeinander

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Laschet und Röttgen treffen im Eurogress aufeinander

Von: ast
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Nach übereinstimmenden Zeitungsberichten wird Bundesumweltminister Norbert Röttgen (45, l.) um den Parteivorsitz gegen den NRW-Landespolitiker Armin Laschet (49) antreten. Foto: ddp

Aachen. Es wird ernst, der Zweikampf zwischen Armin Laschet und Norbert Röttgen um den Vorsitz der NRW-CDU nimmt Fahrt auf. Erste Unfreundlichkeiten sind ausgetauscht, beide Kontrahenten ziehen massiv an den Strippen, bis zur Mitgliederbefragung steht noch ein ordentlicher Wahlkampf bevor.

Unter anderem in Form von Regionalkonferenzen - eine von acht findet in Aachen statt, am Freitag, 10. September, um 19 Uhr im Eurogress.

Zum ersten Mal werden Röttgen und Laschet am 1. September in Münster aufeinandertreffen, neben Aachen stehen danach noch Bonn, Paderborn, Iserlohn, Bottrop, Düsseldorf und Krefeld auf dem Programm. Die Parteibasis soll sich bei diesen Veranstaltungen ein Bild machen können von den beiden Bewerbern, Bundesumweltminister der eine, Ex-NRW-Integrationsminister der andere.

Nach Auskunft der CDU-Landesgeschäftsstelle soll der Ablauf im Eurogress so sein wie überall: Zwecks Präsentation ihrer Ideen und Pläne steht den Kandidaten eine feste Redezeit zu, anschließend kann das Publikum seine Fragen stellen und diskutieren. Eine Probeabstimmung ist nicht vorgesehen.

Voraussichtlich im Oktober soll die Befragung aller 160.000 CDU-Mitglieder in Nordrhein-Westfalen über die Bühne gehen, Briefwahl inklusive. Das allerletzte Wort wird aber ein Parteitag im November haben, wobei die Delegierten an das Votum der Mitglieder nicht gebunden sind.

Wer gewinnt, wer sollte gewinnen? In Aachen dürften die Sympathien relativ deutlich verteilt sein, denn Laschet ist immerhin langjähriger Kreisvorsitzender. Fraktionschef Harald Baal bescheinigt ihm, „die richtigen Fragen und die richtigen Antworten zu haben”, und geht davon aus, dass er die besseren Karten hat: „Er ist im Land verwurzelt, wird also gute Arbeit für dieses Land leisten, aber neuer Vorsitzender wird er, weil er einfach gut ist.”

Als „vorsichtiger Mensch” will Laschet-Stellvertreter Rudolf Henke keine Prophezeiung wagen und auch keine vorzeitige Propaganda für seinen Aachener Parteifreund machen. Der Bundestagsabgeordnete: „Es ist klug, in einem laufenden Prozess nicht den Eindruck zu erwecken, als brauche man dem anderen nicht mehr zuzuhören. Gerade dann nicht, wenn man selbst Überzeugungsarbeit leisten will.” Gleichwohl dürfte der Eindruck nicht falsch sein, dass sich Henke für seinen Vorsitzenden aussprechen wird.

Auch Ex-Schatzmeister Michael Mahr wird sich an der Mitgliederbefragung beteiligen. Er sagt: „Die CDU in NRW hat die ganz seltene Chance, einen idealen, hoch intelligenten Kandidaten zu wählen, der von vielen schon als Bundeskanzler der kommenden Generation gesehen wird. Mir gefällt, dass er sich verabredungsgemäß erst nach der Sommerpause ins Rennen geworfen hat.”
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