Laschet kandidiert erneut für den CDU-Vorsitz

Von: Gerald Eimer
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Wird am 17. Oktober wieder für den CDU-Vorsitz kandidieren: Armin Laschet. Foto: Harald Krömer

Aachen. Aachens CDU-Chef Armin Laschet will es nochmal wissen: Am Dienstag kündigte der 50-Jährige an, beim Kreisparteitag am 17. Oktober erneut für den Parteivorsitz kandidieren zu wollen.

Nicht zuletzt viele Anrufe und Bitten von Parteifreunden in den letzten Tagen und Wochen haben den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben.

„Die Lage in der Aachener CDU ist stabil, es gibt keine Gräben, und keine anderen Wünsche”, sagte Laschet, der sich somit für zwei weitere Jahre auf dem Führungsposten bestätigen lassen will. Dass es zeitweilig auch andere Gedankenspiele gab, lässt sich leicht heraushören: Laschet ist Mitglied im CDU-Bundesvorstand, stellvertretender Landesvorsitzender, parlamentarischer Geschäftsführer der Landtagsfraktion und arbeitet nebenher noch mit Ex-SPD-Minister Peter Struck federführend an einem Zuwanderungsbericht, der in Kürze vorgelegt werden soll.

„Da stellt man sich schon die Frage: Schafft man es noch”, meint Laschet, der zu alledem den Verlust des Ministeramtes und mehrere schmerzliche parteiinterne Wahlniederlagen zu verkraften hatte. Kaum jemand hätte es ihm verübeln können, wenn er in Aachen kürzer getreten wäre.

Allerdings ist für eine starke Nachfolge wohl auch noch einige parteiinterne Aufbauarbeit zu leisten. Führungsstarker Nachwuchs ist in der örtlichen CDU noch nicht zu erkennen - wenngleich Laschet anderer Ansicht ist und Namen wie Claudia Cormann, Ulla Thönnissen und Maike Schlick ins Spiel bringt. Sie stehen für die moderne CDU, die nicht zuletzt Laschets Verdienst ist, der seine Partei auch für eine Koalition mit den Grünen geöffnet hat.

„Ganz zufrieden”

Laschet hat der Aachener CDU dazu verholfen, den Oberbürgermeister-Posten zu besetzen, das Bundestagsmandat zurückzugewinnen und Sabine Verheyen ins Europaparlament zu entsenden. Gegen den Landestrend sei die Mitgliederentwicklung in Aachen „erfreulich stabil”. 1448 Mitglieder zählt die örtliche CDU, knapp ein Drittel sind weiblich - auch dies über dem Bundesschnitt. „Wir sind ganz zufrieden”, bilanziert er. Innerparteiliche Gräben gebe es aktuell nicht.

Gegenkandidaten zeichnen sich für ihn bislang nicht ab. Spannend ist allein die Frage, ob die Zustimmung für ihn weiter sinkt - 2009 lag sie nur noch bei 76,7 Prozent. Es gab Jahre, da standen mehr als 90 Prozent der Aachener Parteimitglieder hinter ihm.

Claudia Cormann, Rudolf Henke, Herbert Hilgers und Arno Gerets als Schatzmeister signalisierten in der Vorstandssitzung am Dienstag, erneut für den Geschäftsführenden Vorstand antreten zu wollen. Ob alle durchkommen, ist offen: Die Junge Union hat bereits angekündigt, Michael Janßen ins Rennen schicken zu wollen. Denkbar, dass die Frauen-Union zudem noch Maike Schlick vorschlagen wird.
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