Langjähriger Schulleiter feierlich in den Ruhestand verabschiedet

Von: Martina Stöhr
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Günter Scherer (rechts) wird
Günter Scherer (rechts) wird im Ruhestand sein Engagement für Tansania ausbauen. Verabschiedet wurde der Schulleiter des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung unter anderem von seinem Stellvertreter Rolf Coellen (links). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Dr. Günter Scherer ist ein singulärer Mensch, dessen Haltung von sozialpolitischem Engagement, Ethik und christlicher Orientierung geprägt ist.” So beschrieb Claudia Wiemann, Dezernentin der Bezirksregierung Köln, den langjährigen Schulleiter des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung an der Lothringer Straße.

Dr. Günter Scherer nimmt nach 17 Jahren Abschied von seinen Schülern und dem Kollegium. Bei der offiziellen Abschiedsfeier bedankte sich der gebürtige Pfälzer für „eine kurzweilige und außergewöhnlich schön erlebte Zeit”.

Für Scherer beginne nun ein neuer Lebensabschnitt, sagte Städteregionsrat Helmut Etschenberg. In seinen insgesamt 35 Jahren im Schuldienst sei es immer Scherers Ziel gewesen, junge Menschen für die Zukunft stark zu machen und ihnen die Fähigkeit zu vermitteln, sich für die eigenen Ziele einzusetzen, fügte er hinzu. Dass Scherer 1976 als Seiteneinsteiger in den Schuldienst kam, sei ihm von großem Nutzen gewesen. Denn als studierter Diplom-Kaufmann und promovierter Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler zeichne ihn große Sparsamkeit aus, und das sei der Schule stets zugute gekommen, so Etschenberg.

Soziales Engagement in Tansania

Für die Zukunft wünschte er dem scheidenden Schulleiter viel Kraft. Die kann Scherer wahrlich gut gebrauchen. In Zukunft will er nämlich sein soziales Engagement in Tansania ausbauen. Hinter seinem Einsatz stehe christliche Überzeugung und der Wille, Verständnis zu wecken für die Probleme Afrikas, sagt er.

Schon während seiner Studienzeit habe er Freunde gefunden, die den Weg nach Afrika gegangen seien. Von Deutschland aus habe er deren Arbeit über viele Jahre mit Rat, der Vermittlung von Experten und dem Bemühen um finanzielle Unterstützung begleitet. Der Ruhestand gibt ihm nun Gelegenheit, selbst nach Tansania zu reisen und dort eine längere Zeit zu verbringen. „Für mich und meine Partnerin Martina gilt ab sofort die biblische Weisheit: Wer zurückschaut, taugt nicht zum Pflügen”, so Scherer.

Dass ihm ob der zahlreichen Laudatoren nur wenig Zeit für die eigene Abschiedsrede blieb, nahm er mit Gelassenheit und Humor. Um die Geduld seiner Gäste nicht über Gebühr zu strapazieren, hielt er in weiser Voraussicht einen „Plan B” bereit. Die verkürzte Variante seiner Rede sei aber kein Qualitätsverlust der Veranstaltung, da ja niemand wisse, was ihm vorenthalten bleibe, sagte Scherer.

Seinem Kollegium und den Schülern wünschte er „als frommer Mensch Gottes Segen”. Lehrer und Schüler ihrerseits gaben ihm die besten Wünsche mit auf den Weg.
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