Radarfallen Blitzen Freisteller

Langjähriger Einsatz für ein menschlicheres Miteinander

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
4493799.jpg
Sie blicken zufrieden auf die vergangenen 30 Jahre zurück: (v.l.) Susi Wergen, Birgit Wilhelm, Ela Zuckett-Kogel, Gaby Ottmann, Alfons Döhler, Veronika Schönhofer-Nellessen und Gerlinde Stegerwalet vom Bildungswerk Aachen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ein kleines, aber feines Institut für berufsbegleitende Fortbildung: So beschreibt sich das Bildungswerk Aachen selbst. Laut Städteregionsrat Helmut Etschenberg wäre Bildung in Aachen ohne die Einrichtung nicht so bunt und so vielfältig.

Das Bildungswerk sehe Entwicklungschancen und Perspektiven, und es sei wertvoll für die gesamte Region. Außerdem habe es Themen wie Palliativ-Versorgung und Hospizarbeit gesellschaftsfähig gemacht.

„Wir hatten keine Ahnung, was es bedeutet, eine Institution aufzubauen“, sagte Geschäftsführer Alfons Döhler, als das Bildungswerk jetzt auf Gut Hebscheid sein 30-jähriges Bestehen feierte. Die Institution entstand zu Hochzeiten der Friedensbewegung und im Dunstkreis sozialpädagogischer Arbeit, so Döhler.

Mit Improvisationskunst und finanzieller Bescheidenheit habe sie sich zu dem gemausert, was sie heute ist: eine von NRW anerkannte Bildungseinrichtung, deren Arbeit aus den Säulen Kitas, Schule und Hospiz besteht. Aus allen drei Bereichen waren zahlreiche Gäste gekommen, um das Jubiläum zu feiern. Trotz einer Riesenweiterentwicklung sei die Einrichtung ihren Wurzeln treu geblieben, erklärte Döhler den Gästen.

Und so meinte auch Bürgermeisterin Hilde Scheidt, dass das Bildungswerk immer noch auch ein Ort der Friedensarbeit sei. Denn letztendlich seien die Vermittlung zwischen Eltern und Kindern zu einem friedlichen Miteinander oder die Hospizarbeit, die Menschen dabei helfe, in Frieden Abschied zu nehmen, auch eine Form der Friedensarbeit. „Das Bildungswerk wird hoch geschätzt von der Stadt“, sagte sie. Und Aachen müsse auch fortan in Bildung investieren.

Professor Barbara von Maibom sieht im Bildungswerk „ein Innovationsbiotop für das, was notwendig ist in der Gesellschaft“. In ihrer Laudatio gab sie einen Überblick über gesellschaftliche Trends und warnte vor zunehmendem Konkurrenzdruck als Folge der Pisa-Studien. Es sei nicht hoch genug einzuschätzen, wenn Menschen sich aufmachten, um solchen Trends etwas entgegenzusetzen. Es sei eine Aufgabe von zivilem Ungehorsam, zu sagen: „Wir brauchen etwas anderes.“ „Ihr durchbrecht Strukturen und bringt Menschen ins Gespräch“, lobte sie das Team des Bildungswerks. Das fand anschließend reichlich Gelegenheit, mit den zahlreichen Gästen und dem Lagerfeuer-Trio zu feiern.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert