Aachen/Würselen - Landesbetrieb kehrt Aachen den Rücken

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Landesbetrieb kehrt Aachen den Rücken

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Würselen. Der Landesbetrieb Straßen.NRW kehrt Aachen nun endgültig den Rücken: Wechselte bereits vor fünf Jahren ungefähr die Hälfte der damals rund 120-köpfigen Belegschaft vom Haus an der Kreuzung Adenauer-/Karl-Marx-Allee in die neue Regionalniederlassung Ville-Eifel nach Euskirchen, ziehen nun auch die bislang in der Kaiserstadt verbliebenen Mitarbeiter aufs Land.

Edgar Klein, Leiter der Regionalniederlassung, bestätigt die Meldung eines Immobilienportals, nach dem der Landesbetrieb zum 1. März 2013 im Würselener Gewerbegebiet Aachener Kreuz Flächen anmietet. Ab dem kommenden Frühjahr werden die rund 60 Mitarbeiter der Außenstelle im ehemaligen Straßenverkehrsamt des Altkreises Aachen untergebracht.

Als einen Grund für den Umzug nach Würselen nennt Edgar Klein, dass das Aachener Domizil für die verbliebene Mannschaft viel zu groß sei. „Es gibt viele überflüssige Flächen.“ Zudem sei die BLB-Immobilie nicht mehr im besten Zustand. Im verkehrsgünstig gelegenen Europapark in Würselen stehen Kleins Mitarbeitern künftig rund 1650 Quadratmeter Büro- sowie knapp 270 Quadratmeter Hallenfläche zur Verfügung. Und dies zu besseren Konditionen. Dabei betont Klein: „Wir haben jetzt einen Mietvertrag für zehn Jahre.“

Im Sommer 2006 wehte ein Sturm der Entrüstung durch Aachen, als erstmals Pläne der damaligen schwarz-gelben Landesregierung für eine Reform des Landesbetriebs bekannt wurden. Es gab Befürchtungen, der kompletten Aachener Stelle drohe das Aus. Am Ende wurden die Abteilungen „Service“ und „Straßenunterhaltungsdienst“ nach Euskirchen ausgegliedert, die Abteilungen „Planen“ und „Bauen“ blieben vor Ort. Unter der Maßgabe, Arbeitsabläufe zu optimieren und Personal einzusparen, wurde zum 1. Januar 2007 die Zahl der Regionalniederlassungen in Nordrhein-Westfalen von 17 auf acht reduziert. Die Aachener Filiale wurde mit der Stelle aus Bonn, die für weitere linksrheinische Straßen zuständig ist, und Euskirchen zur Niederlassung „Ville-Eifel“ zusammengelegt.

Bieterverfahren läuft

Was mit dem Gebäude an der Karl-Marx-Allee geschieht, ist noch offen. Wie Bernd Klass, Sprecher der zuständigen Aachener Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) NRW, sagt, wolle sich der BLB von der Immobilie trennen. „Das Gebäude steht zum Verkauf.“ Ein Bieterverfahren laufe und es gebe auch bereits Interessenten.

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