Lärmschutz: Erster Erfolg für Driescher Hof

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
6301090.jpg
Man muss schon sehr genau hinsehen, um die Lärmschutzwand überhaupt zu erkennen: Die Bewohner am Driescher Hof leiden unter dem Lärm der Autobahn. Abhilfe ist aber jetzt in Sicht. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Seit Jahren kämpfen die Bewohner des Driescher Hofs um eine neue Lärmschutzwand entlang der Autobahn 44 in Richtung Lichtenbusch – eine zähe Angelegenheit. In die jetzt jedoch Bewegung gekommen ist, wie CDU-Ratsherr Egbert Form mitteilt, der von einem erfreulichen Zwischenergebnis spricht. Die dort erhobenen Messwerte haben nämlich ergeben, dass Grenzwerte überschritten werden und eine neue, wesentlich höhere und längere Mauer errichtet werden kann.

Die Mitte der 1980er Jahre errichtete Lärmschutzwand ist nämlich gerade mal 2,10 bis 2,50 Meter hoch und hält die Lärmemissionen noch unzureichend zurück. „Das war schon damals eine Lachnummer“, sagt Form, der in der Stettiner Straße wohnt und die Nöte der Anwohner kennt. An einen Schlaf bei offenem Fenster sei in den Häusern zwischen Herder- und Sudermannstraße kaum zu denken.

Nur eine kleine Gartenkolonie trennt die Wohnsiedlungen von der Autobahn, auf der Tag und Nacht der Verkehr vorbeidonnert. Und so stapeln sich auch bei der Verwaltung die Beschwerden über den Krach von der Autobahn.

Doch die Stadt sieht sich angesichts der Haushaltslage außerstande, aus eigenen Mitteln den Lärmschutz zu verbessern und den Anwohnern etwas mehr Ruhe zu verschaffen.

Ursprünglich hatte sich eine Bürgeraktion für besseren Lärmschutz eingesetzt, auch die Bewohner des Behindertenwohnzentrums, die aufgrund der Gebäudehöhe stark betroffen seien, sowie Bundestagsabgeordneter Rudolf Henke (CDU) hätten kräftig geholfen, dass nun positive Nachrichten aus dem Bundesverkehrsministeriums gekommen sei, teilt Ratsherr Form weiter mit.

Möglich und wirtschaftlich

Die schalltechnische Untersuchung für den Abschnitt Driescher Hof der A 44 ist demach vom Landesbetrieb Straßenbau NRW vor kurzem abgeschlossen worden. Die Ergebnisse zeigten, dass die Auslösewerte für die Lärmsanierung teilweise überschritten werden.

Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Lärmschutzsituation im Bereich des Driescher Hofs geprüft und festgestellt, dass eine Verbesserung der Lärmschutzsituation hier möglich und wirtschaftlich ist.

Wörtlich heißt es in dem Bescheid weiter: „Ich freue mich daher, Ihnen mitteilen zu können, dass im Ergebnis der Untersuchungen im Bereich des Driescher Hofs vorgesehen ist, die bestehende Lärmschutzwand mit einer Höhe zwischen 2,10 m und 2,50 Meter durch eine längere Wand von rund 1000 Meter und einer voraussichtlichen Höhe von 4 m bis 4,50 Meter zu ersetzen.

Hierzu werden derzeit vom Land die Entwurfsunterlagen erarbeitet. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die zwei im Abschnitt befindlichen Brückenbauwerke zu richten, die die zusätzlichen Lasten der zu errichtenden Lärmschutzwände nicht ohne Verstärkungsmaßnahmen tragen können.

Hier wird untersucht, ob der Lärmschutz auf einer eigenen Tragkonstruktion unmittelbar neben den Brückenbauwerken errichtet werden kann. Die Fertigstellung des Entwurfes ist Anfang 2014 vorgesehen“, so endet die Auskunft aus dem Verkehrsministerium. Egbert Form: „Ein erster Erfolg.“

Wie lange es dauern kann, bis eine sogenannte Lärmsanierung erfolgt, haben zuletzt die Laurensberger und Haarener erfahren müssen, die über Jahrzehnte hinweg für den Bau einer neuen Lärmschutzwand gekämpft haben. Inzwischen dämpft dort eine vier Meter hohe Betonwand den Krach von der Autobahn.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert