Aachen - La-Ola-Wellen und Champagnerdusche im Kurpark

La-Ola-Wellen und Champagnerdusche im Kurpark

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Wellen der Begeisterung im Kurpark: Die Stimmung ist naturgemäß prächtig, als der TK Kurhaus gestern gegen den Rochusclub Düsseldorf die Deutsche Meisterschaft sichert. Der Tennis-Bundesligist wird dabei von rund 2000 Zuschauern unterstützt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es ist immer knapp und immer spannend: In einem Herzschlagfinale holte der TK Kurhaus Aachen am Sonntag den Pokal in der Deutschen Tennismeisterschaft. Nach einer laut dem Kurhaus-Vorsitzenden Markus Winkler „Wahnsinnssaison“ empfing das Lambertz-Team den Rochusclub Düsseldorf zum großen Entscheidungstag in der bis auf den allerletzten Platz besetzten Anlage im Aachener Kurpark.

Bei besten Wetterbedingungen standen die Zeichen auf Sieg. Die ersten beiden der insgesamt vier Einzel wurden gewonnen und da zeigte sich einmal mehr: Auch beim Tennis ist spontanes Ausrasten erlaubt. Der weiße Sport ist beliebter denn je, und auch Oberbürgermeister Marcel Philipp schaute natürlich vorbei, um die Öcher anzufeuern: „Wir haben hier die schönste Anlage und sind stolz auf unser Team.“ Bravo-Rufe, Gänsehautstimmung und Jubel wechselten sich ab.

Über 2000 Tennisfans

Auch Fachsimpelei gehört im Kampf gegen den prominenten Gegner aus der Landeshauptstadt dazu: Die Düsseldorfer traten mit einer hochkarätigen Mannschaft an, während die Aachener auf ihre Stars verzichten mussten, die in internationalen Turnieren spielen. Viele der mehr als 2000 Tennisfans hielten mehr als einmal den Atem an. Bis zur Titelverteidigung wurde gezittert, denn der Rochusclub lieferte dem Meister einen großen Kampf.

Das Publikum trägt seinen Teil dazu bei, die Spieler zu Spitzenleistungen zu motivieren: „Hier spielt Aachen. Heute zeigen wir, dass wir eine Tennisstadt sind“, stellte am letzten Spieltag der Tennis-Bundesliga der Kurhaus-Vorsitzende Markus Winkler begeistert fest. Nach den Einzeln stand es am Sonntag bereits 3:1 für Aachen. Allein das Spitzeneinzel ging verloren: Der Niederländer Igor Sijsling setzte sich gegen Kurhaus-Spitzenspieler Philipp Petzschner durch.

Kartenpreise gesenkt

Wie volksnah man bei Kurhaus ist, zeigte auch die Preispolitik am Finaltag: Die Eintrittspreise wurden auf fünf Euro pro Karte gesenkt. Ein Kuchenbüffet und ein Losverkauf durften natürlich auch nicht fehlen, und Jung und Alt fieberten gemeinsam der Entscheidung entgegen.

Schlag auf Schlag ging es weiter: Im Doppel verloren Matthias Bachinger und Philipp Petzschner, denn Sijsling brachte auch das Doppel mit seinem Landsmann Jesse Huta Galung im Match-Ti-Break ins Ziel. Das zweite Doppel aber verlor Düsseldorf mit Martin Emmrich und Pere Riba gegen Andreas Beck und Frantisek Cermak.

Der entscheidende Punkt und der Titel waren perfekt: Mit La-Ola-Wellen feierte das Publikum im Kurpark den Deutschen Meister, und Ehrenpräsident Karl-Dieter Fister verfolgte den Siegestaumel aus etwas Entfernung mit glücklicher Miene. Er hat noch immer einen immensen Anteil an der Organisation.

„Chapeau an unsere Jungs, das war ein Wahnsinnskampf“, jubelte Teamchef Alexander Legsding nach dem offiziellen Teil und lobte den großen Teamgeist. Im Kurpark ziehen alle an einem Strang. Natürlich durfte auch eine ordentliche Champagnerdusche nicht fehlen.

Sponsor bleibt am Ball

Und Sponsor Hermann Bühlbecker unterstrich nach dem fantastischen Hattrick, dass er in Sachen finanzieller Unterstützung am Ball bleibt: „Es ist einmalig, welche Leistung unser junges deutsches Team gezeigt hat. Wir bieten volksnahen Sport und Stars zum Anfassen. Das sind große Emotionen, das ist ein Riesenerlebnis, das ich gerne weiter unterstütze.“

Mit den druckfrischen „Give me five“-T-Shirts bestückt, feierten Mannschaft und Klubmitglieder noch lange den Pokal bei einem rauschenden Partyabend.

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