Kurios: Menschenhändler bringt sich freiwillig hinter Gitter

Von: luk/pol
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Aachen. Dummheit schützt vor Strafe nicht: Selten trifft das alte Sprichwort derart zu wie auf den Fall eines 36-jährigen Mannes. Der sitzt jetzt in der Justizvollzugsanstalt Aachen ein - weil er aus freien Stücken der Wache der Bundespolizei in Lichtenbusch einen Besuch abstattete.

Doch der Reihe nach: Das Amtsgericht in Nürnberg hatte ihn 2005 zu drei Jahren Haft wegen schweren Menschenhandels verurteilt. Einen Teil seiner Strafe saß er ab, im November 2006 wurde die Reststrafe ausgesetzt - und der heute 36-Jährige in sein Heimatland Bulgarien abgeschoben. Verbunden war die Abschiebung mit einem Einreiseverbot für Deutschland.

Dass er dieses nicht eingehalten hatte, stellte sich am Wochenende heraus - bei einem durchaus freiwilligen Besuch des Mannes auf der Wache der Bundespolizei in Lichtenbusch. Der frisch Eingereiste wollte dort seinen aktuellen Aufenthaltsstatus in Deutschland erfragen. Und die Polizeibeamten staunten nicht schlecht, als sie nach kurzer Recherche feststellten, dass bei ebensolcher Einreise nach Deutschland noch eine Gefängnissstrafe von mehr als einem Jahr gegen ihn ausstand.

Die Reststrafe von 431 Tagen wurde daraufhin gleich wieder in Kraft gesetzt. Und der Mann nach Eröffnung des Haftbefehls in die JVA Aachen gebracht. Immerhin hat er nun Klarheit über seinen Aufenthaltsstatus...

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