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Künstlerin Claudia Schumacher verquickt Alltag und Surreales

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Das Lieblingswerk von Kulturdezernentin Susanne Schwier (r.), hier mit Künstlerin Claudia Schumacher: die Kommode mit einer Haarbürste, aus der wallendes Haar quillt. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Puppenperücken auf Obst und Gemüse sowie fragmentarische Zeichnungen sind das Markenzeichen der Aachener Künstlerin Claudia Schumacher. „In ihren Werken verquicken sich Alltag und surreale Welt, zwei an sich unvereinbare Gegensätze“, führte Dagmar Preising, Leiterin des Couven-Museums, bei der Ausstellungseröffnung in der Mozartstraße aus.

Zum 12. Mal lädt das Dezernat für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport auf seinen Fluren und in seinen Räumen zu einer Ausstellung ein. „Wir wollen das Verwaltungsgebäude öffnen und Leben reinbringen“, meinte Kulturdezernentin Susanne Schwier, als sie die zahlreich erschienenen Gäste zur Ausstellungseröffnung begrüßte.

Die Irritationen und Provokationen in Schumachers Werk gefallen ihr besonders gut. Ihre Lieblingsarbeit sei die Kommode mit der Haarbürste, aus der wallendes Haar quillt, meinte Schwier. Und tatsächlich ist die Ausstellung zum Teil eine wirklich haarige Angelegenheit. Über dem Besprechungstisch des Dezernats hängt jetzt ein Sortiment unterschiedlicher Kohlköpfe mit Perücke. Nach Meinung der Künstlerin hätte es keinen passenderen Ort geben können, um sie aufzuhängen.

Sehr vielseitig

„Ich finde diese Installation ganz großartig“, urteilte Susanne Schwier. Laut Preising, die die Besucher in die Arbeiten der Künstlerin einführte, ist Claudia Schumacher eine sehr vielseitige Künstlerin. Sie arbeitet mit Objekten und Fotografien und sie zeichnet. Indem sie das Haar als Zeichen der Schönheit mit so banalen Dingen wie Pinseln kombiniere, rufe sie beim Betrachter eine Irritation hervor, meint Preising. Und sie entlarve damit die männliche Optik der Dinge.

Unter dem Titel „Jumping clothes“ hat die Künstlerin auch eine Reihe von Zeichnungen angefertigt. Auch hier spiele die surreale Entfremdung eine große Rolle, so Preising. „Sie zieht sich durch ihr ganzes Werk“, sagt sie.

Die „Kunst in der MozART­straße“ kann noch bis bis 11. April des kommenden Jahres im Verwaltungsgebäude Mozartstraße 2-10 besucht werden.

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