Aachen - Künstler führen „Urbane Legenden“ im Ballsaal auf

Künstler führen „Urbane Legenden“ im Ballsaal auf

Von: maf
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Mit Musik, Stories und Sounds entführen sie die Zuhörer an vier Orte der Route Charlemagne: (v.l.) Olaf Futyma, Lotte von der Inde, Natalie Becker und Johanna Daske. Nicht dabei: Martin Daske. Foto: Harald Krömer

Aachen. Vier Orte der Route Charlemagne hautnah erleben – und das ohne überhaupt dorthin zu gehen: Das klingt unmöglich. Nicht für Johanna Daske, Natalie Becker, Olaf Futyma, Lotte von der Inde und Martin Daske.

Die drei Flötisten von Trio Soli Sono, die gefragte Erzählerin und der Berliner Sounddesigner wollen genau das mit ihrer multimedialen Performance aus Musik, Stories und Sounds möglich machen. „Urbane Legenden“ heißt ihr imaginärer Rundgang durch Rathaus, Dom, Grashaus und Elisenbrunnen. Und der findet komplett im Ballsaal des Alten Kurhauses, Komphausbadstraße 19, statt – am kommenden Sonntag, 28. September, ab 18 Uhr.

„Wir wollten als Beitrag zum Karlsjahr zunächst vier Inszenierungen an den vier Orten machen“, sagt Johanna Daske. „Aber das ging nicht.“ Also dachten sie sich: Dann holen wir die Gebäude der Route eben zu uns. Und wie geht das? Darüber haben sich die Fünf intensiv Gedanken gemacht. Herausgekommen ist eine Mischung aus Geräuschen, Worten und Musik, die Geschichten und Geschichtliches beschreiben. Lotte von der Inde erzählt etwa die Dombaulegende – verfremdet, karikiert, „korrigiert“. Ebenso geht es um Stories von Grashaus als auch Elisenbrunnen. Hier dürfen Konnotationen zu Wasser und Quellen nicht fehlen. Martin Daske hat ein Hörspiel aufgenommen, in dem bekannte, historische Protagonisten baden gehen.

Ganz so deutlich sind die Bezüge zu den Orten nicht immer. „Es wird auch Kontrapunkte geben“, sagt Natalie Becker. „Aber die Zuhörer werden wissen, um welches Gebäude es geht.“ Olaf Futyma beschreibt die Performance als Gesamtkunstwerk, in dem Geräusche – teils in Aachen aufgenommen –, Musik aus Barock, Renaissance wie auch dem 20. und 21. Jahrhundert sowie Erzählungen sich miteinander verbinden, aber jedes auch solistischen Raum bekommt. Das Kunstwerk dauert ohne Pause etwa 70 Minuten. Die Empfehlung der Fünf: Klänge und Worte auf sich wirken lassen – und imaginär reisen zur Route Charlemagne. Kartenreservierungen unter Telefon 0241/501368.

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