KSJ-Gruppe vom Pius heimst Sonderpreis ein

Von: Martina Stöhr
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Die Gruppe der Katholische Studierenden Jugend (KSJ) am Pius-Gymnasium überzeugte die Jury der Kinder- und Jugendstiftung „Jetzt! für morgen.“ des Bistums Aachen mit ihrer simulierten Bundestagswahl und erhielt dafür einen Sonderpreis. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Sie haben Klinken geputzt und Verbündete gesucht und kamen so auf ein Stiftungskapital von 50.000 Euro. Das war vor zehn Jahren. Heute ist die Kinder- und Jugendstiftung „Jetzt! für morgen.“ eine anerkannte Größe. Auch wenn dafür eine Menge Überzeugungsarbeit zu leisten war, wie die Mitbegründerin Alexandra Horster meinte.

Zahlreiche Gäste hatten sich im Ballsaal des Alten Kurhauses eingefunden, um das Jubiläum gemeinsam zu feiern und um einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Die neue Stiftung sollte die Jugendverbandsarbeit nachhaltig sicherstellen, so Horster. Heute fördert sie beispielhafte und zukunftsweisende Projekte aus dem gesamten Spektrum der Jugendarbeit und Jugendhilfe im Bistum Aachen. Der Förderschwerpunkt liegt dabei im Förderzeitraum 2014/2015 auf dem Schwerpunkt „Flucht und Heimat“.

Die Verantwortlichen nahmen die Jubiläumsfeier zum Anlass, drei Projekte mit einem Stiftungspreis auszuzeichnen. Dabei lag die letzte Entscheidung bei den Gästen. Sie durften für ihren persönlichen Favoriten stimmen, nachdem die einzelnen Projekte in kurzen Filmen vorgestellt worden waren.

Mit der Wahl auseinandergesetzt

Doch die Vorauswahl war dem Kuratorium so schwer gefallen, dass es einen Sonderpreis vergab. Und der ging an die Stadtgruppe der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) am Pius-Gymnasium. Die Schüler hatten vor der Bundestagswahl eine Wahl simuliert. 700 Schüler haben sich daran beteiligt und setzten sich so mit der Wahl und politischen Fragen auseinander. „Wir wollten zeigen, dass auch wir eine Stimme haben“, meinten die Organisatorinnen. Sie dürfen sich jetzt über ein Preisgeld von 500 Euro freuen.

Der mit 5000 Euro dotierte Stiftungspreis geht unterdessen an die Pfadfinder DPSG-Rover aus Atsch bei Stolberg. Sie errichteten ein Werkhaus für Jugendliche mit Behinderungen in der kolumbianischen Stadt Ibagué. Die Pfadfinder sammelten mit kleinen Jobs und Spendenaktion das nötige Geld für den Bau und flogen dann selbst nach Kolumbien, um mit anzupacken. Ihr Einsatz hat die Gäste am meisten beeindruckt.

Auf Platz 2 kam die Katholische Landjugend KJLB. Unter dem Motto „Wir entdecken neue Energien“ beschäftigten sich die Ortsgruppen im Bistum Aachen ein Jahr lang mit der Frage, wie ein Leben auf dem Land nachhaltiger gestaltet werden kann. Dafür gab es 2000 Euro. Und das Bauwagen-Projekt der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) belegte den dritten Platz. Hier hatten Jugendliche in Linnich-Körrenzig einen Bauwagen zu einem Treffpunkt umgestaltet. Sie bekamen 1000 Euro.

Mit den Preisen wollte die Stiftung die Jugendlichen einmal mehr in den Mittelpunkt rücken. Schließlich will sie die Entwicklung junger Menschen fördern, um sie fit für die Herausforderung von Morgen zu machen.

Bezirksbürgermeisterin Marianne Conrad und Rolf-Dieter Cremer vom Bistum überbrachten ihre Glückwünsche zum Jubiläum, und Vertreter des Kuratoriums und des Vorstands machten sich im Gespräch Gedanken über die Zukunft der Stiftung. „Wir dürfen die Politik, die Kirche und das Bistum nicht aus der Verantwortung lassen“, forderte Professor Marianne Genenger-Stricker als Vorstandsmitglied. Denn nur gemeinsam sei eine effektive Jugendarbeit möglich, waren sich alle Betroffenen einig.

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