Aachen - Krumme Dinger auf Aachener Recyclinghof

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Krumme Dinger auf Aachener Recyclinghof

Von: Sarah-Lena Gombert
Letzte Aktualisierung:
Recyclinghof Aachen Foto: Harald Krömer
Die Anlage des Aachener Recyclinghofes an der Kellershaustraße in Eilendorf. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Stadt Aachen hat neun ihrer Mitarbeiter am städtischen Recyclinghof in Eilendorf eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen. Ihnen wird vorgeworfen, illegal neben dem regulären Betrieb des Hofs mit Elektroschrott gehandelt zu haben. Gegen einen externen Dritten, der die Waren am Recyclinghof jeweils abgeholt haben soll, wurde Strafanzeige gestellt.

Die Aachener Staatsanwaltschaft hat zudem das Ermittlungsverfahren gegen vier der städtischen Mitarbeiter aufgenommen.

Die Stadt sieht es nach Ermittlungen als erwiesen an, dass es auf dem Recyclinghof zur „unerlaubten Annahme von Sach- und Geldwerten“ kam, wie die Pressestelle der am Montag mitteilte. Konkret wird den Bediensteten vorgeworfen, einem externen Dritten sowie weiteren Personen Zugang zum Recyclinghof ermöglicht zu haben, wo diese dann alte Elektrogeräte unerlaubt an sich nahmen. Die städtischen Angestellten sollen dafür Geld bekommen haben.

Wie lange diese mutmaßlichen illegalen Machenschaften auf dem erst im Jahre 2014 eröffneten Wertstoffhof schon vor sich gehen, wie viele Elektrogeräte genau entwendet wurden und wie hoch der Schaden für die Stadt Aachen tatsächlich ist, sei derzeit noch nicht absehbar und Gegenstand der internen Untersuchung, erklärt Stadtsprecher Bernd Büttgens auf Anfrage der „Nachrichten“. Fest stehe, dass das Vertrauensverhältnis zwischen dem Aachener Stadtbetrieb, der für den Recyclinghof zuständig ist, und den betroffenen Mitarbeitern derart schwer und nachhaltig gestört sei, dass die außerordentlichen Kündigungen ausgesprochen werden mussten.

Damit dem neuen Team auf der Anlage in Eilendorf nicht etwas ähliches widerfährt, würden diese auf der einen Seite ausführlich geschult. Zudem hat der Externe Hausverbot erteilt bekommen.

Sollten die Vorwürfe gegen die Beschuldigten sich erhärten, dann haben die Betroffenen empfindliche Strafen zu erwarten: Für ein Bestechungsdelikt, so erklärt es Dr. Jost Schützeberg, Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft, kann es zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren kommen. Das gilt sowohl für die städtischen Mitarbeiter als auch für ihren Komplizen von außerhalb. „Das hängt allerdings vom Sachverhalt ab“, so Schützeberg.

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