Aachen - „Kronenberger” kämpfen weiter um die Gesamtschule

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„Kronenberger” kämpfen weiter um die Gesamtschule

Von: Werner Czempas
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Muss in der Auseinandersetzung um den Standort einer vierten Gesamtschule auch in Aachen ein „Stuttgarter Schlichter” à la Heiner Geißler an den Runden Tisch bitten? Zwei Lager scheinen sich unversöhnlich gegenüberzustehen.

Hier Volkes Stimme für den Standort Kronenberg, dort die Verwaltung und ihr wahrscheinlich folgend die Politiker für den Standort David-Hansemann-Realschule in der Sandkaulstraße.

Dieser Eindruck drängte sich zumindest am Dienstag um Bürgerforum auf. Während sich Elternsprecher, Lehrer und Schüler zuhauf für eine vierte Gesamtschule in der früheren Hauptschule Kronenberg (heute Reformpädagogische Sekundarschule am Dreiländereck) ins Zeug legten, konterte Aachens Schuldezernent Wolfgang Rombey knochenhart: „Eine neue Gesamtschule gehört ins Zentrum.” Gemeint ist die David-Hansemann-Schule, die dafür eigens ihre gut funktionierende Realschulform aufgeben und sich zur Gesamtschule mausern will.

„Ehrlich bleiben!” forderte Rombey die vielen Befürworter von Kronenberg auf. Außer Frage stehe, dass die Schule Kronenberg gute Arbeit leiste, aber das „ausschlaggebende Hauptargument” gegen sie als Standort einer neuen Gesamtschule sei ihre abgelegene Lage und ihre ungünstigere verkehrliche Anbindung. Überdies habe die Schule Kronenberg trotz aller engagierten pädagogischen Arbeit „über Jahre hinweg die wenigsten Nachfragen in den Eingangsklassen”.

Rombeys Auffassung wurde von den „Kronenbergern” umgehend als irrig zurückgewiesen. Schüler berichteten über ihren Schulweg, der mit Bus und Bahn und selbst zu Fuß leicht und flott zu erreichen sei. Geradezu grotesk fand es eine Kronenberg-Befürworterin, dass der Dezernent die Anmeldungen für die Hauptschule mit denen einer möglichen Gesamtschule vergleiche. Eine Mutter optimistisch: „Wenn Kronenberg als Gesamtschule bekannt wird, können wir uns hier vor Anmeldungen kaum noch retten.”

Transparenz und ein Kostenvergleich wurden gefordert: „Was spricht für den Standort Kronenberg, was für die Sandkaulstraße?” Keine Antwort gab es auf die Frage: „Was passiert eigentlich mit dem Schulgebäude Kronenberg, wenn die Schule geschlossen wird. Wird das da Bauland?” „Muss sich mit den Zahlen nicht auch einmal der Finanzausschuss befassen?”, fragte die frühere CDU-Fraktionsvorsitzende Franziska Neumann. Für die vielen Zuhörer überraschend: Außer Dezernent Rombey meldete sich im Bürgerforum kein Befürworter des Standorts Sandkaulstraße zu Wort.

Am Donnerstag berät ab 17 Uhr der Schulausschuss im Verwaltungsgebäude Mozartstraße über das Thema. In der Sitzung steht auch die Schließung der Hauptschulen in Eilendorf und der Klaus-Hemmerle-Schule in der Franzstraße an.
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