Aachen - Kriege sorgen auch in Aachen für Entsetzen

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Kriege sorgen auch in Aachen für Entsetzen

Von: hau
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Mahnwache am Elisenbrunnen: Antisemitische, nationalistische oder rassistische Äußerungen sind ausdrücklich nicht zugelassen.

Aachen. Die immer größer werdenden Schrecken der Kriege in Gaza und in der Ukraine sorgen auch in Aachen für tiefe Betroffenheit. So versammelten sich am Montagabend an die 100 Menschen am Elisenbrunnen, um in einer Mahnwache ihren Protest unter anderem gegen das brutale Vorgehen der israelischen Armee zum Ausdruck zu bringen.

Aufgerufen dazu hatten das Friedensforum Aachen, das Anti-Kriegs-Bündnis Aachen und die Würselener Initiative für den Frieden.

Bedrückend war die Rede von Dr. Faisal Abu Dagga, der vom Tod von zwölf Familienmitgliedern berichtete, die den Angriffen der israelischen Armee zum Opfer gefallen waren. „Keiner von ihnen hat mit dem Kampf etwas zu tun gehabt.“ Dr. Faisal Abu Dagga, der schon lange die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, beklagte, dass die deutsche Regierung einseitig Israel unterstütze und kein Wort über die Bombardierung von Gaza und den Mord an Frauen und Kindern verliere.

Auch Dr. Ansgar Klein aus Würselen kritisierte die Tatenlosigkeit der deutschen und anderer westlicher Regierungen, deren Nahostpolitik kläglich gescheitert sei: „Die israelische Regierung kann ihre Besatzungspolitik, den Siedlungsbau und ihre tödlichen Angriffe auf und in Gaza unbehelligt fortsetzen.“ Die palästinensische Bevölkerung werde entwürdigend behandelt, jeder wirtschaftliche Aufbau behindert. Jeder Widerstand werde Terrorismus genannt, tausende derartige „Terroristen“ säßen israelischen Gefängnissen – „vielfach ohne Anklage und ordentliches Gerichtsverfahren“.

Dies alles rechtfertige nicht die Raketenangriffe der Hamas auf israelisches Gebiet, allerdings seien die Gegenmaßnahmen der israelischen Armee „in höchstem Maße unverhältnismäßig“. Am Montag, 4. August, 18 Uhr, wird eine weitere Mahnwache am Elisenbrunnen stattfinden.

Bereits am Samstag, 2. August, 15 Uhr, ist von einer Einzelperson ebenfalls am Elisenbrunnen eine Demonstration gegen die Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten angemeldet worden. Erwartet werden bis zu 700 Teilnehmer.

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