Aachen - Kreativität soll die Wirtschaft beleben

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Kreativität soll die Wirtschaft beleben

Von: Anke Hinrichs
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Aachen. „Werde Creative Driver”, wirbt das seit sechs Jahren bestehende Gründer-Zentrum Kulturwirtschaft (GZK), und meint diejenigen unter den Kulturschaffenden, die den „Drive”, also den Ansporn und die Möglichkeiten haben, die Wirtschaft in der Euregio Maas-Rhein durch ihre Kreativität neu zu beleben.

Angesprochen fühlen sollen sich Freiberufler, Gründer, Klein-und Mikrounternehmer aus den Kreativbranchen wie zum Beispiel aus Musik, Kunst oder dem Buchmarkt, Rundfunk, und den Darstellenden Künsten. „Wir wollen Kultur und Wirtschaft zusammenbringen, das ist das erste Mal, dass diese beiden Sparten übergreifend zusammenarbeiten”, so Irit Tirtey, die kaufmännischen Geschäftsführerin des Kulturbetriebs Aachen und Vorstand des GZK.

Zusammenbringen möchte das von der EU-geförderte Projekt „Creative Drive” die kreativen Köpfe der Euregio. In interdisziplinären Teams lernen sie während eines sechsmonatigen Workshops viel voneinander, aber auch von den Experten, die die Teams coachen. Sie widmen sich Fragestellungen, die bisher nur von Wirtschaftsunternehmen beackert wurden, knüpfen wertvolle Netzwerke, oder erhalten Qualifizierungen zu Themen wie Akquise, Marketing oder Management.

Dabei keimt eine Hoffnung bei den Machern des Projekts: Gänzlich neue, innovative und zündende Ideen sollen entstehen, die vor allem den kleinen Unternehmen auf wirtschaftlicher wie kultureller Seite aus dem Schattendasein heraushelfen können. Als Beispiel wurde das Schweizer „Null-Sterne-Hotel” der Künstlerbrüder Frank und Patrik Rikling genannt, die mit ihrer Idee, einen Bunker als Hotel mit allerlei Besonderheiten anzubieten, einen Treffer landeten.

Manfred Sicking, wie Tirtey im Vorstand des GZK, spricht von „großen Potentialen in Aachen, die wir ausbauen müssen”. Aachen habe die drei wichtigen Faktoren: Tradition, Talente und Toleranz. Sie seien die Grundlage dafür, dass sich kreative Menschen hier ansiedeln. Sylvia Hustedt, Geschäftsführerin des GZK weiß, dass es viele Kleinstunternehmer in der Region gibt, die eine solche Qualifizierung gut gebrauchen könnten, um erfolgreicher zu werden.

Manfred Bausch, stellvertretender Geschäftsführer und Co-Dezernent für Wirtschaft im Projekt „Creative-Drive” ergänzt: „In jeder der fünf Teilregionen der Euregio Maas-Rhein gibt es unterschiedliche Kunst- und Kulturvorstellungen, die müssen aufeinandertreffen und voneinander profitieren.” Wenn sich die Regio Aachen gemeinsam mit Maastricht als Kulturhauptstadt für das Jahr 2018 bewerben wolle, ist für Bausch „die Kulturwirtschaft ein wesentlicher Punkt der Bewerbung”.

„Bewerben können sich alle Kreativschaffenden ohne Altersbeschränkung, die selber eigene Ideen haben und diese verwirklichen möchten, oder von den Kontakten zu Unternehmen Gebrauch machen möchten, die das GZK anbietet”, erläutert Projektleiter Johannes Thomm. Da Kreativität auch immer eine Frage des Geldes ist, bietet das GZK den Bewerbern ein Stipendium von bis zu 350 Euro pro Monat an. Bewerbungen sind beim GZK ab sofort und noch bis zum 15. November möglich.
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