Kraftakt mit Kran: Alte Brücke abgerissen

Von: Andreas Cichowski
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Spezialkran leistete ganz Arbeit: Innerhalb einer Stunde wurde die alte Bahnbrücke an der Weberstraße in der Nacht auf Montag abgerissen. Foto: Andreas Cichowski
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Spezialkran leistete ganz Arbeit: Innerhalb einer Stunde wurde die alte Bahnbrücke an der Weberstraße in der Nacht auf Montag abgerissen. Foto: Andreas Cichowski

Aachen. Ein großer Kraftakt war nötig, um der alten Brücke in der Weberstraße den Garaus zu machen. In der Nacht auf Montag wurde der Oberbau des maroden Bauwerks abgerissen.

Ein Mobilkran mit einer maximalen Tragkraft von 500 Tonnen musste dazu eigens aus Bergheim anreisen, gefolgt von drei Lkw, die das Equipment und die erforderlichen Gegengewichte transportierten. Der Oberbau der Brücke wurde bereits in den Nächten zuvor in drei Segmente zerschnitten und gelöst. So konnten die alten Bauteile einzeln mit Ketten an den Haken genommen und abgelegt werden. Aufgrund der genauen Planung vorab lief die Aktion sogar schneller ab als erwartet. Das ausführende Ingenieurbüro Thormählen + Peukert, das Bauunternehmen Hofschröer und die Bahn erwiesen sich als eingespieltes Team. Auch dank der erfahrenen Kranführer konnten innerhalb einer Stunde alle drei Träger ausgehoben werden. Die Baumaßnahmen liegen damit voll im Zeitplan.

Einfach ist das Projekt für die Planer gewiss nicht. Besonders die beengten Platzverhältnisse machen ihnen zu schaffen. In direkter Nähe stehen mehrere Wohnhäuser und das benachbarte Luisenhospital. Ein konventioneller Abriss mit Stemmhammer und Betonzange kam wegen der Bahnstrecke Aachen-Mönchengladbach und deren Oberleitungen nicht in Frage. Zu lange hätte sich die Sperrung der Strecke hingezogen. An anderer Stelle können die Brückenteile nun vom Bagger zerlegt und abtransportiert werden – auch zur Entlastung der Anwohner, denn die lauten Arbeiten können außer Reichweite der Bahnstrecke und tagsüber ausgeführt werden.

Mindestens noch eine Nacht nötig

Dennoch erwartet die Anwohner zumindest noch eine unruhige Nacht. Denn wenn die Widerlager der alten Brücke abgerissen werden, kann es laut werden. Arbeiten wie diese lassen sich nur in der Nacht ausführen, wenn die Bahn die Oberleitungen abschalten kann. Allerdings versuchen die Planer die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten. So wurde auch jetzt auf das Zerkleinern der Betonträger direkt „vor Ort“ verzichtet. Weiterhin werden die Anwohner über nächtliche Arbeiten und die damit einhergehenden Lärmbelästigungen informiert und ihnen wird im Extremfall die Möglichkeit geboten, eine Übernachtung im Hotel in Anspruch zu nehmen. Die Kosten (bis zu 55 Euro pro Kopf und Tag) würde die Stadt übernehmen.

Begonnen haben die Arbeiten Anfang September mit der Errichtung einer Behelfsbrücke. Die neue Brücke wird 16 Meter lang und 11,5 Meter breit. Bis Dezember 2014 soll sie fertiggestellt sein.

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