Kornelkirsche hat Glück gebracht

Von: Georg Dünnwald
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Öcher kennen sich aus in Aachens Grünanlagen: Detlef Sambale (l.) von der Stadt überreichte Meike Reiffenrath, Fabian Hahn, Monika Schünemann und Gabi Hahn Blumengeschenke. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Die Kornelkirsche hat in diesem Jahr schon sehr früh geblüht“, sagt Detlef Sambale von der Abteilung Grünpflege des Aachener Stadtbetriebes. Die goldgelben, nektar- und pollenreichen Blütendolden sind schon nicht mehr zu sehen.

Sambale hat angeregt, interessierte Bürger vier Mal im Jahr aufzufordern, an verschiedenen Stellen in Aachener Parks oder Parkanlagen Sträucher und Bäume zu erkennen, zu benennen und die Lösung dann an den Stadtbetrieb zu schicken. Die Stellen und die Pflanzen gibt der Stadtbetrieb vor, diejenigen, die die richtige Antwort wissen, werden ausgelost und an der Stelle, wo das bestimmte Pflanzgut in der Erde steckt, erhalten sie viele Informationen und natürlich auch ein Geschenk.

In den Parks

Die Personen, die die Kornelkirsche am richtigen Ort und einwandfrei bestimmten, erhielten unter diesem Großstrauch eine Palette mit Stiefmütterchen. „Wir wollen das Grün in der Stadt den Aachenern näher bringen“, sagt Sambale. Die Raterei mache Spaß, die Aachener wüssten ein wenig mehr, beispielsweise was so um sie herum wächst, und würden sich so auch mehr in Parks tummeln.

Gabi und Fabian Hahn, Meike Reiffenrath und Monika Schünemann waren unter denjenigen, die die Kornelkirsche richtig bestimmen konnten.

„Die Kornelkirsche zaubert im Frühjahr in den Grünanlagen einen angenehmen Farbschimmer“, sagt Sambale. Die Blütendolden verströmten einen leichten Duft, und lieferten Bienen, Hummeln, Fliegen und Schmetterlingen eine frühe Nahrung.

„Im Sommer reifen bis zu zwei Zentimeter säuerlich schmeckende Früchte heran, die sich auch Dirndln nennen.“ Scharlach- bis dunkelrot sind sie und enthalten jede Menge Vitamin C. Sie lassen sich, so Sambale, zu Marmelade, Saft oder Likör verarbeiten.

„Aber auch das feste Holz der Kornelkirsche wird benötigt. Es ist eines der feinfaserigsten und besten Hölzer, was Form, Härte und Beständigkeit angeht. Früher wurde es etwa von Uhrmachern verwendet.“ Der Baum, den Detlef Sambale beschrieben hat und den sich die glücklichen Blumenbesitzer persönlich mit weiteren interessanten Erklärungen anschauen konnten, steht an der Gabelung Saarstraße/Veltmanplatz.

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