Aachen - Kornelimünster: Denkmalschutz für den Ortskern

Kornelimünster: Denkmalschutz für den Ortskern

Von: Tobias Dammers
Letzte Aktualisierung:
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Sie fordern eine „Denkmalbereichssatzung“ für den historischen Ortskern von Kornelimünster: Bezirksbürgermeister Eberhard Büchel und Maike Schlick von der CDU sowie Wolfgang Gierlichs und Tina Hörmann von den Grünen (von links). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Der Aachener Dom oder das Rathaus stehen unter Denkmalschutz. Natürlich. Doch auch nicht ganz so auffällige Gebäude in der Altstadt genießen dieses Privileg. Grund dafür ist eine „Denkmalbereichssatzung“, die das ursprüngliche Stadtbild – auch rund um Dom und Rathaus – erhalten soll.

Nur in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz dürfen in diesen Bereichen Veränderungen vorgenommen oder moderne Elemente ins Stadtbild integriert werden. Wenn es nach der CDU und den Grünen geht, dann soll eine ähnliche Satzung auch bald für den historischen Ortskern von Kornelimünster im Aachener Süden gelten. Ein entsprechender Antrag liegt nun dem Rat der Stadt vor. „Patrioten sagen, der Ort ist einmalig in NRW“, sagt Eberhard Büchel, Bezirksbürgermeister von Kornelimünster (CDU).

Viele der Gebäude rund um Korneliusmarkt und Abteigarten stehen bereits unter Denkmalschutz. CDU und Grünen geht es allerdings um einen allgemeinen, universellen Schutz des Ortskerns.

Kornelimünster solle so bleiben, wie es ist, ohne moderne Bausünden oder revolutionierende, architektonische Eingriffe. Das bedeute aber keinesfalls, dass Bauen und Fortschritt ab jetzt verboten seien. Das müsse „nur in Abstimmung mit der Denkmalpflege“ geschehen, erläutert Maike Schlick. „Zum Beispiel sollten die Gestaltungselemente zueinander passen“, betont die planungspolitische Sprecherin der CDU.

Für die Bewohner bedeutet das im Klartext: Bei allen Veränderungen am eigenen Haus wie neuen Vordächern, Solaranlagen oder Ausbesserungen muss zuerst die Zustimmung des Denkmalschut-zes eingeholt werden. „Die Investitionen sind dann zwar erst einmal teurer als normal, allerdings können sie auch von der Steuer abgesetzt werden“, erklärt Tina Hörmann, Ratsfrau der Grünen, den Aufwand für die Bürger.

Bis der Antrag im Rat der Stadt beschlossen werden kann, wird es aber noch einige Zeit vergehen. Die Antragsteller rechnen erst im kommenden Jahr damit. Alle Vordach, Solar- und sonstigen Baufreunde in Kornelimünster haben also noch etwas Zeit. Bis dahin sind nämlich noch eigene Veränderungen ohne Absprache mit dem Denkmalschutz möglich.

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