Kornelimünster: „Autos verschandeln das Ambiente”

Von: Georg Dünnwald
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Ein paar Parkplätze sollten verschwinden, wünscht sich Propst Ewald Vienken. Dafür sollte ein Hochbeet den Markt von Kornelimünster verzieren. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Wenn alles so klappt, wie sich das der Propst vorstellt, wird der Bereich um den Benediktusplatz und den Korneliusmarkt im historischen Indestädtchen Kornelimünster mit geringem Aufwand erheblich aufgewertet.

Unterstützung hat Ewald Vienken auch schon gefunden. Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim hat einen entsprechenden Antrag formuliert.

Derzeit sei die Situation unerträglich, behauptet Vienken. An nahezu jedem Wochenende fielen Blechlawinen auf das altehrwürdige kleinstädtische Ensemble nieder, „die vielen parkenden Autos verschandeln das Ortsbild”. Seit der Eifelsteig eröffnet wurde, ginge das so. „Ich halte den Eifelsteig ja für eine gute Sache. Aber ich kann mir schöneres vorstellen, als Eifelsteigwanderer, die samstags morgens in aller Herrgottsfrühe ihr Auto abstellen und es erst am Sonntagabend abholen. Es gibt in Kornelimünster andere Parkmöglichkeiten”, weiß der Geistliche. Da denkt er an Abstellplätze vor dem Abteigarten oder vor dem Friedhof.

Vienken kann sich gut vorstellen, dass vor dem Café Napoleon die Parkplätze abgeschafft werden und stattdessen ein Hochbeet angelegt wird.

„Das würde den Charakter des Areals heben”, davon ist er überzeugt. Ja, fünf, sechs Parkplätze würden dann zwar fehlen, „aber was ist das schon gegen einen weit attraktiveren Platz”? Der Gewinn sei enorm, denn das Zentrum von Kornelimünster sei viel zu schade, um als Parkplatz entwertet zu werden. Auch das Kreuz, die zwei jungen Blutbuchen und die alte Linde kämen dann wieder zu Geltung, wirbt Vienken für seinen Hochbeetvorschlag und schwärmt von Burtscheid, wo Hochbeete schon angelegt seien. „Das sieht einfach toll aus.” Die CDU aus dem Münsterländchen ist in die Bresche gesprungen und fordert die Politiker in der Gemeindevertretung auf, der „unerträglichen Parksituation” ein Ende zu bereiten.

Die Bezirksvertreter Gisela Goerres und Jakob von Thenen beantragen eine Machbarkeitsstudie, die noch im nächsten Jahr dem Gremium vorgestellt werden soll. Denn der Parktourismus sei in keinster Weise im historischen Ambiente des Ortes zu tolerieren. Andererseits seien Besucher im Ort höchst erwünscht, wägen die Christdemokraten ab.

Plätze auf dem Pannacker

Deshalb gelte es, einen ortsnahen und gut erreichbaren Parkplatz auszuweisen. Der solle dann auch Busparkplätze aufnehmen. Von Thenen und Goerres schreiben: „Die CDU-Fraktion schlägt hierfür das Gelände des sogenannten Pannackers an der B258 vor.” CDU-Fraktionssprecher Jakob von Thenen zu den „Nachrichten”: „Uns kommt es darauf an, die Dauerparker zu vertreiben, keinesfalls die Anwohner, die Geschäftskunden und die Gottesdienstbesucher. Hier soll sich die Verwaltung etwas einfallen lassen, damit künftig ein Teil des Marktes durch eine intelligente und kostenlose Bewirtschaftung als Parkraum erhalten bleibt.”
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